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Der Weg in die Moderne – vom 19. ins 21. Jahrhundert

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Der Aufbau der Internetseite des Archivs der Gemeinde Glonn ist ein großes Projekt, dass viel Arbeitszeit beansprucht. Daher finden Sie immer noch leere Seiten ohne Inhalt.  Jede Woche sind ca. 5- 10 neue Inhalte unterschiedlicher Art geplant, mal umfangreiche Scans von Dokumenten, mal eine weitere Bildergalerie oder redaktionelle Texte. Auf Instagram werden die jeweiligen neuen Inhalte wöchentlich angekündigt.

Das Archiv freut sich sehr über Ihr Interesse und hofft, Sie haben die Geduld, den Aufbau der Seite weiter zu begleiten und finden beim Stöbern trotzdem schon jetzt ein paar Highlights!

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“Der Neuwirt”

Artikel von Hans Obermair/ veröffentlicht am 22.2. in der Ebersberger Zeitung/Lokalteil
ergänzt mit Bildern aus dem Archiv Markt Glonn

Abschied von einem Stück Ge­schichte

Glonner „Neuwirt“ wird gerade abgerissen – Ein Haus, das viel erlebt und viel zu erzählen hat.

Häuser stehen nicht nur auf einem Grundstück oder einer Flur­nummer, sondern auch auf dem Boden ihrer Geschichte. Wenn ein Haus abgerissen und neu gebaut wird, wird die Geschichte übernommen.

Eigentlich hat die Geschichte des Glonner „Neuwirt” im Mühltal begonnen. Die heute „Christlmühle“ genannte Mühle stand nämlich früher im Mühl­tal. Wegen eines Streits wurde diese Mühle um 1560 an die jetzige Stelle verlegt. Wohl der Obereigentümer, das Kloster Ebersberg, ließ die Glonn entsprechend verlegen. Irgendwann vor 1671 wurde der Mühle das „Kuchlmayranwesen“, auch im Obereigentum des Klosters, zugeordnet, wohl als Sitz der Mühlen-Landwirtschaft, zugeschlagen. Auf diesem Grund­stück stand das Anwesen, in dem 1862 der „Neuwirt“ eröffnet wurde, in dem die Kollerbuben Karl, Josef und Wolfgang geboren wurden, und das seit 1971 Parkplatz war.

Das alte Zuhaus

Die „Untereigentümer“ der Christlmühle nannte man anfangs einfach „Christlmiller”. Ab etwa 1700 wurde der Familienname genannt: Wild, Dötsch und ab 1777 Schlickenrieder. Anton Schlickenrieder war es dann, der über die „Bauernbefreiung“ volles Eigentum erhielt. Sohn Sebastian wollte die Erfolgsgeschichte der Familie fortsetzen und eröffnete 1862 in Haus Nummer 37, dem landwirtschaftlichen Anwesen der Mühle, die zwei­te Glonner Gaststätte, den „Neuwirt“. Ein rund fünfjähriger Streit ging mit den Behörden und dem „Platzhirsch”, dem Glonner „Postwirt“ Wagner, voraus. Damals war bei einer Gewerbeeröffnung auch die „Bedürfnisfrage“ zu klären. Wagner, der ja hohe öffentliche Ämter inne hatte, konnte durch seinen Einfluss und seine Argumente einen Bedarf jahrelang vereiteln. Es muss aber doch, wohl wegen der Praktiken des Wagner und auch wegen der fünf Glonner Brannweinschänken, einen „echten“ Bedarf gegeben ha­ben, sonst hätte der Kandidat für den Gemeindevorsteher (Bürgermeister) Bonifaz Gruber nicht als Wahlversprechen ausgegeben, wenn er die Wahl gewinne, werde es in Glonn einen zweiten Wirt geben.

Dass es im Grunde damit auch dem „übermächtigen“ Wagner „gezeigt“ werden sollte, beweist, dass das etwa 1864 fertig gestellte neue Gebäude des „Neuwirt“ für damalige Verhältnisse für die bauliche Umgebung zu wuchtig und für den Bedarf völlig überdimensioniert war. Das Gebäude war nach der Kirche das zweithöchste und größte in Glonn; um ein Stock­werk höher als die „Post“, wenn es auch von Gesamtgrundfläche kleiner war. Aber von weitem sichtbar, natürlich auch von der „Post“aus.

Dass der Repräsentationswunsch des Schlickenrieder bei weitem den ech­ten Bedarf übertraf, steht fest. Fazit: Auch die Schlickenrieder wollten es dem Wagner „zeigen“, zumal Glonn, wenn auch Pfarr- und Gemeindemit­telpunkt, ein mehr oder weniger bedeutender Ort war. Hätte es nicht die vier Jahrmärkte gegeben, hätte Glonn überregional keine Rolle gespielt Die Bahn gab es erst 30 Jahre später. Kaufmännische gesehen war dieser „Prunkbau“ also eine Fehlkalkulation. Das beweist auch, dass 1876 wohl der Hauptbetrieb die Christlmühle mit Mühle, Säge und Branntweinbren­nerei, verkauft werden musste. Käufer war der Adlinger Johann-Baptist Beham, der von 1881 bis 1887 Glonns Bürgermeister war. Er war auch Bau­meister und Planfertiger. Viele Glonner Gebäude stammen aus seiner Hand.

Sebastian Schlickenrieder konnte also nur mehr seinen „Neuwirt“ mit dem alten Anwesen nebenan 1885 an Sohn Josef übergeben. Im gleichen Jahr heiratet dieser Theres Schuster, eine Bäckerstochter aus Großhelfendorf. Sicher mit einiger „Mitgift“, aber die wird nicht ausgereicht haben, sonst hätte er nicht 1890 an das Ehepaar Josef und Magdalena Mayer verkauft. Für Magdalena war Josef der dritte Mann, zwei waren schon jung verstor­ben. Beide waren auf dem „Metzgeranwesen“ und betrieben dort die Jahr­hunderte alte Metzgerei. Das „Metzgeranwesen“ behielt man. Mitgenom­men wurde nur die Metzgerei, die man erst einbauen musste. Aber auch die fünf Kinder des Paares und zwei aus zweiter Ehe bekamen mit dem Kauf ein neues Zuhause. Weitere drei Kinder sind im „Neuwirt geboren.

Vor dem Neuwirt: 2.v.r.: Josef Mayer; 2.v.l.: Magdalena Mayer ca. 1905

Die Glonner Dichterin Lena Christ, als gegenüber dem Neuwirt 1881 gebo­renes „Hansschuasta-Lenei”, hätte über die Schlickenrieders und die May­ers mehr erzählen können. Alles was sie in ihren Romanen und Erzählun­gen über das Wirtshausleben zum Besten gibt, wenn auch manchmal un­ter anderen Namen, hat sie beim Nachbar Neuwirt mitbekommen. Und so hat sie auch, nach vielen Schicksalsschlägen, einige ihrer Landaufenthalte beim „Neuwirt“ verbracht.

Josef Mayer war ein tüchtiger Wirt und Metzger und auch dem Modernen aufgeschlossen. Dafür spricht ein Inserat, dass der Wirt schon 1898, das Jahr in dem Glonn die Elektrizität erhielt, zu einem Gartenkonzert mit elek­trischer Beleuchtung einlud. Sein 1890 geborener Sohn Ludwig schreibt, der Vater habe mit seiner Gitarre die Gäste beim Gesang begleitet. Wo­möglich habe er vom Vater die Musikbegabung. Der „Neuwirt“ war in Glonn bis zuletzt die Herberge der Sänger und Musiker. Diesem Umstand habe er auch zu verdanken, dass er als Sechsjähriger beim „Faßrainer“, dem Musikmeister, das Violinspiel erlernen durfte. Mit 13 kam ein Blasin­strument dazu. Das all war die Basis, dass Ludwig schon mit 18 zur Militär­musik genommen wurde. Musiker war sein Lebensziel. Doch das Schicksal wollte es anders: Der Tod des Vaters 1914 ließ ihn zum „Neuwirt“ werden, denn der ältere Bruder Markus (Max), der gelernte Metzger, wollte daheim nicht übernehmen. Der Max übernahm lieber das Metzgeranwesen. Für Glonn eigentlich ein Glücksfall. Ludwig diente so zeitlebens der Glonner Musi: Blasmusik, Kirchenmusik, Salonorchester, Chöre. Zwischen den Krie­gen und nach dem Zweiten kamen viele gute Musiker zum Neuwirt, schlie­ßlich hatte er auch eine Metzgerei.

“der Neuwirt” Ludwig Mayer (*1890+1977)

Von 1929 bis 1933 war Ludwig Mayer Glonns Bürgermeister. Der Rathaus­bau und das Wappen fallen in seine Zeit. Wegen der Naziherrschaft muss­te er „gehen“. Kein Wunder, dass er das Risiko auf sich nahm, in den Drei­ßigerjahren den Juden Baum mit Familie zu beherbergen. Dass sein Haus von Glonner Nazis mit „Judenwirt“ betitelt wurde, dürfte ihn nicht beson­ders berührt haben. Schließlich waren Onkel und Bruder seiner Frau Ma­ria, geb. Winhart, mit der er 1921 die Ehe einging, Priester. Dazu passt auch, dass ihn die einmarschierten „Amis“ 1945 wieder als Bürgermeister haben wollte. Mayer lehnte ab.

Der Neuwirt 1909

Von den vier Kindern, Maria, Ludwig, Martha und Mathilde übernahm Mar­tha Wirtschaft und Metzgerei. Ihr Gatte Xaver Kronthaler war ein guter Metzgermeister und ein guter Wirt. Er hatte es mit diesem in die Jahre ge­kommenen großen Haus nicht leicht. Er und seine Frau hielten nicht nur das Haus gut in Schuss, sondern vergrößerten 1971 um den Lena-Christ- Stüberl-Anbau. Von den drei Kindern Franz, Angelika und Hermine über­nehmen Franz mit seiner Frau Angelika die Metzgerei und Angelika mit Ehemann Robert die Wirtschaft. 2001 wurde die Wirtschaft dann geschlos­sen. Die Metzgerei wurde noch weitergeführt. Die Gasträume mietete die Marktgemeinde Glonn, um hauptsächlich den großen Saal für diverse Ver­anstaltungen anbieten zu können.

Im neuen Anbau das “Lena Christ Stüberl” , 1971

Die neue Zeit mir ihren betriebswirtschaftlich Vorgaben lässt als Möglich­keit eigentlich nur mehr den Abriss und den Neubau dieses großen Hau­ses sinnvoll erscheinen. Diese Zäsur lenkt natürlich den Blick zurück an dieses Haus und die dienstbaren Geister, die dieses Haus nicht nur am Le­ben hielten, sondern auch belebten, als Mittelpunkt der Glonner Kultur und Gastlichkeit. Wer denkt da nicht gerne zurück an die „Sali” (Salome) die ihr ganzes Leben zum „Dienen“ auf dem Haus blieb, die, manchmal eingeschlafen den letzten Gast abwartete, bis es dem „recht“ war.

Die Neuwirtstür – auch im neuen Gebäude wird sie zu finden sein.

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Bildergalerie Johann Wäsler

 

Johann Wäsler in seiner Schmiede, Feldkirchener Straße 6, kurz vor oder nach dem 1.Weltkrieg

Johann Wäsler bei der Arbeit in der Schmiede

Johann Wäsler (1882-1960) 1949

Johann Wäsler und sein Vater Georg Wäsler (1848-1914) vor ihrem Wohnhaus um 1910

Am Schmiedberg

Feldkirchener Straße von Süden ca.1910, rechts der spätere “Schmiedberg”

Schon 1963 findet sich eine erste Planung für Baugrundstücke am Heckenweg, spätestens 1968 erreichten die Bauwünsche für Grundstücke im Gelände zwischen Heckenweg und Kupferbachsiedlung, das damals noch Baugebiet “Hecken” oder “Wäsler” genannt wurde, den Gemeinderat. Die Bennenung „Am Schmiedberg“, beschloß der Gemeinderat in seiner Sitzung am 21.10.1974, nach dem Schmied Johann Wäsler, dessen Schmiede und Wohnhaus bis zum Abriss 1966 gegenüber an der Feldkirchener Straße 6+8 standen; dort entstand dann ein Mehrfamilienhaus mit 12 Wohnungen. (Artikel der Ebersberger Zeitung 4.2.1966)
Das Landratsamt stand diesen Bauwünschen nicht ablehnend gegenüber, verlangte aber einen Bebauungsplan. Nach einem ersten Entwurf wurde schnell klar, dass hier Verhandlungen mit Grundbesitzern vorhergehen müssten, um zu verhindern, dass durch geschaffene Bautatsachen andere Grundbesitzer am späteren Bauen gehindert werden könnten. Diese Verhandlungen konnten nicht befriedigend geführt werden, 1969 wurde daher nur ein Straßenführungsplan aufgestellt und ein Teilbebauungsplan für ein einzelnes Grundstück genehmigt.

Der unbebaute “Schmiedberg” 1970

Ab 1972 verhandelte die Gemeinde wieder den Bebauungswusch der Wohnbaugesellschaft „Bauen und Wohnen“ auf einem Grundstück unterhalb des bestehenden Hofes  8 DHH herzustellen,  was die Gemeinde zurückstellte, solange nicht die Verhandlungen mit allen anderen Besitzern geführt seien.
1974 erhielt die Wohnbaugesellschaft dann die Genehmigung diese 4 Doppelhäuser zu erstellen.

Die ersten 4 DHH am “Schmiedberg” , ca. 1976

Weil es weitere Bebauungswünsche gab, wurde nach langwierigen Verhandlungen u.a. über Grundstückstausch  und Straßenabtretungen. Ende 1975 wird erneut ein Bebauungsplan vorgelegt, zu dem es zunächst  von verschiedenen Seiten Einwände gab.
Einige Auflagen konnte die Gemeinde nachbessern, u.a. ein Lärmschutzgutachten, sodass sich die erneute Vorlage des Bebauungsplanes bis August 1976 verzögerte.

Als man sich fast am Ziel wähnte, muss der am 13.12.1976  der Bürgermeister im Gemeinderat berichten, dass das Wasserwirtschaftsamt nun wegen eines vorliegenden Gutachtens doch große Bedenken habe wegen der „unzulänglichen Wasserversorgung“ und der „ungeklärten Abwassersituation“.

Der Gemeinderat bittet die Verwaltung und das Ing. Büro Renner das Wasserwirtschaftsamt zu einer nochmaligen Überprüfung zu bewegen – doch am 3.4.ergeht die endgültige Ablehnung. Grund ist die, aus Sicht des WWA, zu 61% überlastete Kläranlage.

Die Gemeinde ist mit diesem Gutachten und dem daraus faktisch resultierenden Baustopp nicht einverstanden und gibt ein eigenes Gutachten in Auftrag, das später zu einem deutlich  anderen Ergebnis führt; was aber an der Einschätzung des Wasserwirtschaftsamtes und der versagten Genehmigung zunächst einmal nichts ändert.

In den nächsten Jahren ist Glonn mit der Modernisierung von Wasserversorgung, Hochbehälterbau  und Kläranlage beschäftigt, ebenso wird die VG geschaffen, das Rathaus umgebaut, das Schulhaus zum zweiten Male erweitert, und der dritte Bürgermeister in der Geschichte des „Schmiedbergs“ gewählt. Auch soll ein neuer Flächennutzungsplan aufgestellt werden, der breit diskutiert wird.

1980 beschließt die Gemeinde, einen neuen Bebauungsplan in Auftrag zu geben. Kurz vorm „Ziel“, 1982, empfiehlt die Behörde überaschenderweise, das ganze Baugebiet umzuplanen und zu vergrößern, was die Gemeinde dann doch deutlich ablehnt. Das WWA äußert hingegen wiederholt ernste Bedenken, was die Kläranlage betrifft – allerdings kommt nun ein Gegen-Gutachten der Gemeinde zum Schluss, dass die Kläranlage ausreichend dimensioniert sei.

Der Bebauungsplan wird am 27.7.1983 genehmigt, 20 Jahre nach den allerersten Planungen.

“Am Schmiedberg” 1991
Foto: Archiv Markt Glonn/L.Huber

Bildergalerie zum Zoomen

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Am Schmiedberg 1

Bereits 1968 gab es Bauwünsche für Grundstücke im Gelände zwischen Heckenweg und Kupferbachsiedlung, der damals noch nicht Schmiedberg genannt wurde. Seinen Namen erhielt das Baugebiet nach dem Schmied Johann Wäsler, dessen Schmiede und Wohnhaus bis zum Abriss 1966 gegenüber an der Feldkirchener Straße 6+8 standen.

Feldkirchener Straße von Süden ca.1910, rechts der unbebaute “Schmiedberg”

Das Landratsamt stand diesen Bauwünschen nicht ablehnend gegenüber, verlangte aber einen Bebauungsplan. Die Baufirma Landthaler zeichnete 1968 einen ersten Entwurf eines Bebauungsplanes. Allerdings wurde schnell klar, dass hier komplizierte Verhandlungen mit Grundstückbesitzer vorhergehen müssten, da man verhindern wollte, dass durch geschaffene Bautatsachen andere Grundstücksbesitzer am späteren Bauen gehindert werden könnten.  Diese Verhandlungen konnten zunächst nicht befriedigend geführt werden, so dass kein Bebauungsplan aufgestellt werden konnte.  1969 wurde ein Straßenführungsplan und ein Teilbebauungsplan für ein einzelnes Grundstück genehmigt.

Der unbebaute “Schmiedberg” 1970

Ab 1972 verhandelte die Gemeinde wieder den Bebauungswunsch der Wohnbaugesellschaft „Bauen und Wohnen“, auf einem Grundstück unterhalb des bestehenden Hofes  8DHH herzustellen,  was die Gemeinde zurückstellte, solange nicht die Verhandlungen mit allen anderen Besitzern geführt seien.
1974 wurde die Genehmigung dann erteilt.

Die ersten 4 DHH am “Schmiedberg” , ca. 1976

Weil es weitere Bebauungswünsche gab, wurde nach umfangreichen Verhandlungen über Grundstückstäusche, Straßenabtretungen etc.. Ende 1975 ein Bebauungsplan vorgelegt, zu dem es zunächst nur behebbare Einwände gab.; z.B. wurde ein Lärmschutzgutachten verlangt – damit verzögerte sich die erneute Vorlage bis August 1976.
Am 13.12. 1976 berichtete der Bürgermeister im GR allerdings, dass das Wasserwirtschaftsamt nun doch große Bedenken habe wegen der „unzulänglichen Wasserversorgung“ und der „ungeklärten Abwassersituation“.

Der Gemeinderat bittet die Verwaltung und das Ingenieur Büro Renner das Wasserwirtschaftsamt zu einer nochmaligen Überprüfung zu veranlassen – doch am 3.4.ergeht die endgültige Ablehnung. Grund ist aus Sicht des Wasserwirtschaftsamtes die zu 61% überlastete Kläranlage.

In den nächsten Jahren ist Glonn mit der Zentralisierung der Wasserversorgung und der Erweiterung der Kläranlage beschäftigt, ebenso wird die Verwaltungsgemeinschaft geschaffen, das Rathaus umgebaut und der dritte Bürgermeister in der Geschichte des „Schmiedbergs“ gewählt.

1980 beschließt die Gemeinde einen neuen Bebauungsplan in Auftrag zu geben, der 1981 erstellt ist. Kurz vorm „Ziel“, 1982, empfiehlt die Behörde überraschenderweise das ganze Baugebiet doch nochmal umzuplanen und zu vergrößern, was die Gemeinde dann doch  deutlich ablehnt, mit dem Hinweis, man plane jetzt schon 8 Jahre und habe einiges an Vorschlägen umgesetzt.  Doch nun äußert das Wasserwirtschaftsamt zum wiederholten Male ernste Bedenken, was die Kläranlage betrifft – allerdings kommt nun ein von der Gemeinde in Auftrag gegebenes Gegen-Gutachten zu dem Schluss, dass die Kläranlage ausreichend dimensioniert sei.

Zu guter Letzt wird der Bebauungsplan 27.7.1983 genehmigt, 14 Jahre nach den allerersten Planungen.

Der “Schmiedberg” 1991

Broschüren & Festschriften

Ob Jahrestag  eines Vereins, runder Geburtstag oder Todestag eines prominenten Glonners, Einweihung oder Jahrtag einer gemeindlichen Einrichtung oder eines historischen Gebäudes,  …zu vielen Anlässen des Gemeindelebens wurden und werden Festschriften liebevoll gestaltet. Meist wird die Historie des Gefeierten in einem kurzen Abriss geschildert, Bilder und persönliche Erinnerungen ergänzen die Broschüren manchmal. In Ihrer Gesamtheit geben diese Broschüren einen Überblick über die vergangene Jahrzehnte in Glonn – was und wer wurde gefeiert, wer war dabei, –  und über die Werbung, durch die die meisten Broschüren finanziert sind, ergibt sich auch noch ein Bild der ansässigen Gewerbe.

Sofern die Broschüren nicht mehr erhältlich sind, finden Sie einen Link auf ein Digitalisat (sofern schon vorhanden). Wenn Sie die Broschüren für eigene Veröffentlichungen verwenden möchten,  denken Sie bitte an Urheberrechte für Texte und Bilder!

Sign.HerausgeberTitelJahr
Bro 110Johann Baptist NiedermairKurze Geschichte von Epfenhausen1924
Bro 109Dr.Heinrich HuberBeiträge zur Geschichte des Marktes Glonn in Oberbayern1945
Bro 112Information Services Division office of the U.S. High Comissioner For GermanyLandsberg1951
Bro 1Markt Glonn1200 Jahre Glonn Programm1974
Bro 2Marktgemeinde Glonn1200 Jahre Glonn1974
Bro 115GTEV70 Jahre Gebirgstrachten Erhaltungsverein Glonntaler Glonn e.V.1977
Bro 3Verwaltungsgemeinschaft GlonnUmschlag: Festschrift Anläßlich der Eröffnung des umgebauten Rathauses der Verwaltungsgemeinschaft;Das Verwaltungsgebäude der Verwaltungsgemeinschaft 1978
Bro 126WSV Glonn30 Jahre WSV Glonn1978
Bro 5Marktgemeinde GlonnVolksschule Glonn1979
Bro 6Verwaltungsgemeinschaft GlonnMitteilungsblatt der Verwaltungsgemeinschaft Glonn1979
Bro 10FFW Bruck105. Kreisfeuerwehrtag und Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Bruck1981
Bro 4GTEV, Gebirgstrachten-Erhaltungsverein75 Jahre Gebirgstrachten Erhaltungsverein1982
Bro 18ASV GlonnFestschrift zur Einweihung der Tennisanlage des ASV Glonn a, 11.September 19821982
Bro 19Allgemeiner Sportverein Glonn e.V.35 Jahre Allgemeiner Sportverein Glonn, 1947-19821982
Bro 47Stadtwerke MünchenHundert Jahre Münchner Wasserversorgung1983
Bro 116Brenninger; Schnell KunstführerDie Kirchen der Pfarrei Glonn1983
Bro 22Krieger- und Soldatenverein GlonnFestschrift zum 110 jährigen Gründungsfest1984
Bro 27ASVASV Information1985
Bro 12Deutscher ForstvereinWaldsterben Argumente zur Diskussion1986
Bro 14GTEV Glonntaler96. Gaufest1986
Bro 155. Internationales Motorradtreffen in Haslach1986
Bro 8Holzgassner, Markus;Huber, Hans;Lukas, Andreas;Riedl, Johann/Pullenhofen;Die Brücke1987
Bro 13Allgemeiner Sportverein Glonn40 Jahre ASV Glonn1987
Bro 16Kultur- und Verschönerungsverein Markt Glonn e.V.100 Jahre Verschönerungsverein 19871987
Bro 17ASV GlonnASV Information1987
Bro 20Feuerschützengesellschaft GlonnFestschrift zum 100 jährigen Gründungsfest1987
Bro 21Musikkapelle GlonnFestschrift 10 Jahre1987
Bro 7Verwaltungsgemeinschaft GlonnVerwaltungsgemeinschaft Glonn1988
Bro 9Spielvereinigung Bruck20 Jahre SV Bruck 1968-19881988
Bro 25Klostergalerie FürstenfeldbruckWilhelm Kaiser1988
Bro 88Manuskript zu "Glonn im Wandel der Zeit"1988
Bro 106Ortsgemeinde Taglaching1200 Jahre Taglaching 788-19881988
Bro 31Arbeitskreis TU WAS der Volkshochschule;Brückmann, Sabine;Trinkwasser Report1990
Bro 35Wandergilde Glonn e.V.5. Internationale Wandertage 1990
Bro 40WSV Glonn20 Jahre Wintersportverein Glonn 1970-19901990
Bro 36SPD GlonnSchlaglichter1991
Bro 44Lehmann, JochenRudi´s Sport Schau1991
Bro 119WBV Ebersberg e.V.40 Jahre WBV Ebersberg1991
Bro 111Institut für Geschichte der Medizin der Universität WürzburgWürzburger medizinhistorische Mitteilungen Band 101992
Bro 33Verwaltungsgemeinschaft GlonnVerwaltungsgemeinschaft Glonn1993
Bro 103ASV Computer CampWasserversorgungen in Glonn1993
Bro 28Krieger- und Soldatenverein Glonn120 Jahre - Geschicte des Kriege- und Soldatenvereins Glonn, 1874-19941994
Bro 29Krieger- und Soldatenverein GlonnFestschrift zum 120 jährigen Gründungsfest1994
Bro 42Burschenverein Greawinkler SchlachtFestschrift zur Fahnenweihe April 19941994
Bro 49Stadtwerke MünchenWasserversorgung1994
Bro 53FFW Mattenhofen-HaslachEinladung zum 50 jährigen Gründungsfest Freiwillige Feuerwehr Mattenhofen-Haslach1995
Bro 30Chor- und Orchesterverein Glonn e.V.90 Jahre Chor- und Orchesterverien Glonn1996
Bro 46Marktgemeinde Glonn;Bürgermeister Martin EsterlGlonn klärt auf1996
Bro 48CSU Ortsverband Glonn50 Jahre Ortsverband Glonn - Festschrift1996
Bro 52CSU OrtsverbandUnser Glonn - Unser Wahlprogramm 961996
Bro 107CSU Kreisverband EbersbergBegegnungen Erlebtes und Erlauschtes1996
Bro 38Volksschule GlonnVolksschule Glonn Vergangenheit und Gegenwart1997
Bro 45GTEV Glonntaler Glonn /FFW Glonn90 Jahre GTEV Glonntaler Glonn 1997
Bro 54Gemeinde Baiern´Bairer Gmoabladl1997
Bro 34100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Frauenreuth1998
Bro 39Verwaltungsgemeinschaft GlonnVerwaltungsgemeinschaft Glonn1998
Bro 50Die Brücke1998
Bro 113Verwaltungsgemeinschaft GlonnVerwaltungsgemeinschaft Glonn1998
Bro 78Kreissparkasse EbersbergStationen2000
Bro 862´Bairer Gmoabladl2000
Bro 67Obst- und Gartenbauverein Glonn100 Jahre Obst- und Gartenbauverein Glonn2002
Bro 70Kultur und Verschönerungsverein Glonn e.V.20 Jahre Heimatmuseum Glonn - 100 Jahre Klosterschule Markt Glonn2002
Bro 127100 Jahre Klosterschule Glonn2002
Bro 85wahlwerbung SPD/KommA2002
Bro 74ASV GlonnFestschrift zur Einweihung der neuen Sportanlage in Adling am 14.September 20032003
Bro 73Kolpingsfamilie Glonn150 Jahre Kolpingsfamilie Glonn2004
Bro 105Süddeutsche ZeitungAchroma; Künstlerkatalog2004
Bro 101kkMediaDas Glonner Hochwasser2005
Bro 59KAB Glonn100 Jahre KAB Glonn, 1906 - 20062006
Bro 72Pfarrei Glonn300 Jahre Kirche Frauenreuth2007
Bro 80Landratsamt EbersbergLandkreis Ebersberg /Das grüne Herz im Münchner Osten2009
Bro 89Anzing und der Rest der Welt2012
Bro 68Soldaten- und Kriegerverein Glonn140 Jahre Soldaten- und Kriegerverein Glonn2014
Bro 83Planungsverband Äußerer WirtschaftraumMarkt Glonn, Gemeindedaten2014
Bro 65WSV Glonn e.V.WSV - Weisse Nachrichten2015
Bro 64Bonetsmüller, HelmoGeschichte der Anderl Kapelle in Westerndorf2016
Bro 69Caritas Marienheim Glonn50 Jahre Caritas Altenheim Marienheim Glonn2016
Bro 71Feuerschützengesellschaft 1887 Glonn Zinneberg e.V.175 Jahre FSG Glonn-Zinneberg2016
Bro 75KiJuFa;Förderverein für Kinder, Jugendliche und Familien e.V.;20 Bunte Jahre KiJuFa2016
Bro 76KAB Glonn110 Jahre KAB Ortsverband Glonn2016
Bro 60Ametsbichler, Josef/Hamberg;Demmel, Franz;Pienzenau;Lukas, Andreas/Wildenholzen;Riedl, Johann, jun./Pullenhofen;Schreiner, Nicola/Pienzenau;Stürzer, Josef/Einharding;Kagermeier, Peter;Die Brücke2017
Bro 79Landschaftspflegeverband e.V.25 Jahre Landschaftspflege - 25 Jahre Engagement für unsere Heimat2017
Bro 56Gemeinde SauerlachVernunftehe oder Liebesheirat?2018
Bro 57Katholisches Pfarramt GlonnWeihnachten 20182018
Bro 63Obermair, Hans175 Jahre Glonner Musi Chronik2018
Bro 75Gemeinde AyingGemeindeblatt Aying2018
Bro 94Beim Christlmüller2018
Bro 62Glonner Musi e.V., Bernhard Sigl, Glonner Str.31, Antholing175 Jahre Glonner Musi - Die Festschrift2019
Bro 93Die besiedelung des Landkreises Ebersberg2019
Bro 108Pfarrei BruckDie Geschichte der Kirchenglocken von St.Michael in Alxing2019
Bro 91Generaldirektion der staatlichen Archive BayernsDie brennendste aller sozialen Fragen2020
Bro 92Schloss ZinnebergDer Zinneberger Schlossherr Baron von Büsing-Orville und seine Gutshöfe2020
Bro 118Hairschaftszeiten2020
Bro 95Baumgartner, Marianne;Henke, patricia;Riedl, Johann;Demmel, Franz;Schreiner, Nicola;Stürzer, Josef;Die Brücke2021
Bro 102Stadtwerke Rosenheim125 Jahre Stromversorgung2021
Bro 114Schwestern vom Guten Hirten Zinnebergder "Adlergraf" Maximilian von Arco-Zinneberg2022
Bro 117FFW Markt Glonn e.V.150 Jahre Feuerwehr Markt Glonn 1872-20222022
Bro 90Gemeinde OberpframmernPframminger Gemeindeblatt72.020
Bro 11Landwirtschaftsschule Ebersberg10 Jahres Bericht 1973 - 1983
Bro 23/1-8Wintersporttverein Glonn Weisse Nachrichten1980 - 1990
Bro 26/1-3CSU OrtsverbandGlonner Impulse1980/81
Bro 24Landratsamt Ebersberg;Bayerische Landeszentrale für politische Bildung;Unser Landkreis Ebersberg1981;1993
Bro 37Kolpingsfamilie GlonnKolping1985 - 1991
Bro 43JU Glonn und CSU GlonnGlonner Seitenblicke1991 - 1996
Bro 41Sonderveröffentlichung Vereinsheimbau mit Veranstaltungskalender 1993/19941993/94
Bro 55Schlaglichter; Zeitung von SPD und KommA Glonn1995/96
Bro 81Spd/KommASchlaglichter2001/02
Bro 82Marktgemeinde GlonnAlmanach Glonn2003 - 2005
Bro 32Vereinskartell GlonnGlonn und seine Vereine2003;1994
Bro 66Markt GlonnMarkt Glonn, dort wo das Voralpenland beginnt!2008;2014
Bro 121Erzbischöfliches OrdinariatGlonn - Ersatzbau Pfarrheim und Kindergarten St. Johannes der Täufer 2012 - 2014
Bro 100Gewerbeverband Glonn3. Glonner Gewerbebroschüre2017/18
Bro 84Verwaltungsgemeinschaft GlonnGlonnca. 2000
Bro 77Landratsamt EbersbergLandkreis Ebersbergca. 2015
Bro 51Gemeinde OberpframmernGrüne Wirtschaftsregion Oberpframmernum 1995
Bro 87Marktgemeinde GlonnBranchenverzeichnisum 2000
Bro 60Die Schwestern vom Guten Hirten auf Schloss Zinneberg
Bro 61Die Schwestern vom Guten Hirten in ZinnebergDie Schwestern vom Guten Hirten in Bayern
Bro 123Freiwillige Feuerwehr e.V. Glonn125 Jahre Feuerwehr1997

 

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