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Archiv des Autors: b-kreutzer
Josef Loithaler
Klara Lebsche
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Anton Decker
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Bernhardine Ausberger
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Georg Lanzenberger
Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf Bilder
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Aus der Amtszeit
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Nachruf
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Bilder
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Ludwig Mayer – “Neuwirt”
Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf /Sterbebild Bilder

Ludwig Mayer, “Neuwirt”, 1890-1977
Ludwig Mayer wurde am 31.12.1890 als 6. Kind der Eltern Magdalena Dichtl und Josef Mayer geboren.Er wäre gerne Berufsmusiker geworden, musste aber nach der Heimkehr aus dem ersten Weltkrieg und dem frühen Tod des Vaters (1914), die elterliche Gaststätte, den “Neuwirt” übernehmen. Der Musik blieb er sein Lebenlang treu, er gründete ein Haus-Salon-Orchester, wirkte im Kichenchor mit,veranstaltete Konzerte und beherbergte im “Neuwirt” berühmte Musiker wie den Komponisten Prof.Bialas. Am 3.10.1977 ist er in Glonn gestorben.
Aus der Amtszeit
Nach den Wahlen am 8.12.1929 löste Ludwig Mayer 1930 Josef Meßner ab. Er trat als Kandidat der Liste”Einigung” aus BVP und Bauern- und Mittelstand zur Wahl an . Seine Gegenkandidaten waren Josef Altinger und sein Vorgänger Josef Meßner.Das wichtigste Projekt seiner kurzen Amtszeit war der Bau des Rathauses am Marktplatz anstelle des alten “Surauerhauses”und die Einführung eines Glonner Wappens mit Forelle und Mühlrad.
Nach der Machtergreifung lösten die Nationalsozialisten zum 1.4.1933 den Gemeinderat auf und bestimmten die Angleichung der Gemeinderatssitze an die Ergebnisse der Reichtagswahl vom 5.3.1933. Ludwig Mayer blieb Bürgermeister, bis er am 8.9.1933 aus “Gesundheitsgründen” zurücktrat, eher wahrscheinlich ist, dass er zum Rücktritt gedrängt wurde, da er bis dahin noch nicht in die Partei eingetreten war. Auch der zweite Bürgermeister, August Lanzenberger trat zurück. Am 8.9.1933 wurde dessen Bruder,der Kunstmaler Georg Lanzenberger zum ersten und Franz-Sales Maier zum zweiten Bürgermeister gewählt.
Fast alle Gemeinderatsmirglieder mussten spätestens zu diesem Zeitpunkt ihr Amt wegen des inzwischen eingetretenen Parteienverbots abgeben und es wurden von der Kreisleitung 9 neue Gemeinderäte bestimmt.
Nachruf/Sterbebild


Familie Ludwig und Maria Mayer, geb. Winhart mit ihren Kindern und einer Angestellten vor dem “Neuwirt”, etwa 1925
Josef Meßner
Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf Bilder

Joseph Meßner
Bürgermeister 1919-1930
Josef Meßner wurde 1867 als Sohn des Malers und Vergolders Peter Meßner in Glonn geboren. Sein Onkel war der früh an einer Bleivergiftung verstorbene Kirchenmaler Magus Meßner. Josef Meßner übernahm nach dem ebenfalls frühen Tod seines Bruders (auch Kirchenmaler) das Anwesen am Marktplatz und richtete etwa 1891 eine Schlosserwerkstatt ein. Mit seiner Frau Therese, geb. Zitzelsberger hatte er vier Kinder: Berta, Hedwig, Maria und Josef. Er starb 1952 in Glonn.
Aus der Amtszeit
Am 6.6.1919 fanden die ersten Wahlen im jungen Freistaat Bayern nach dem Ende der Monarchie statt. Zum ersten Mal hatten alle Männer und Frauen ab 21 Jahren das aktiver und passive Wahlrecht. Der Gemeinderat umfasste wie bisher 12 Gemeinderäte und den 1.Bürgermeister.
In Glonn gab es bei 1652 Einwohnern 944 Wahlberechtigte, davon 464 Männer und 480 Frauen. Zur Abstimmung gingen 550 Personen, davon 285 Männer und 265 Frauen. Zum ersten Mal kandidierte auch eine Frau als Bürgermeisterin: Creszenz Lechner, die Ehefrau des Zimmerers Florian Lechner. Die anderen Kandidaten waren Nikolaus Niedermair (Bauernbund) und Joseph Landthaler (BVP). Joseph Meßner trat für die Sozialdemokraten an und erhielt 317 Stimmen. Mit der Liste “Einigkeit” traten alle Bewerber um den Gemeinderat gemeinsam an.
Bei der nächsten Wahl am 7.12.1924 traten als Bürgermeisterkandidaten Joseph Meßner und Johann Kiermair an. Mit 456 Stimmen von 765 abgegebenen Stimmen wurde Joseph Meßner wiedergewählt. Die Gemeinderatskandidaten traten, wie schon 1919, auf einer gemeinsamen Liste an.
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Johann Kirmair
Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf Bilder

Johann Kirmair -“Wiesmüller”- Bürgermeister 1912-1919
Johann Kiermair wurde als viertes Kinde der “Kottmüller” Lorenz und Anna Kirmair 14.7.1862 geboren. Nach einigen Jahren in Kolbermoor kam er 1897 nach Glonn zurück, als die Wiesmühle zum Verkauf stand und konnte dort sein bei den Eltern erlerntes Handwerk in Mühle und Säge ausüben. Er war seit 1893 verheiratet mit Maria Veicht (*1865+1910) aus Feldolling. Nach dem frühen Tod seiner Frau blieb er Witwer und zog die 9 Kinder alleine auf. Er starb am 13.3.1939 in Glonn.
Nach dem frühen Tod senes Amtsvorgängers August Lanzenberger wurde Johann Kirmair 1912 zum Bürgermeister gewählt und stellte sich 1919, mit 57 Jahren, nicht mehr zur Wiederwahl. Zwei jahre nach Amtsantritt begann der 1 Weltkrieg, der auch in Glonn das Leben veränderte. Auch in Glonn wich die anfängliche “Kriegsbegeisterung” der Realität, 64 Gefallen waren zu beklagen und es gab keine Familie, die nicht wenigstens ein Familienmitglied verloren hatte. Kirmair steuerte die Gemeinde offensichtlich so gut und empathisch durch die Kriegszeiten,dass er als erster Bürgermeister überhaupt zu seinem 70. Geburtstag 1932 die Ehrenbürgerwürde verliehen bekam. Auch das Ende der Monarchie, die Wirren der jungen Weimarer Republik und die Entstehung eines demokratischen Freistaates Bayern erlebte er noch als Bürgermeister, bevor im Juni 1919 sein Nachfolger Joseph Meßner gewählt wurde.
Diese beiden Nachrufe erschienen am 13.3.1939
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August Lanzenberger
Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf Bilder

August Lanzenberger *1863+1912
Bürgermeister von 1899-1912
August Lanzenberger wurde am 10.11.1863 als Braumeisterssohn in Beyharting geboren.
Er starb am 8.1.1912 mit nur 49 Jahren in Glonn.
August Lanzenberger war Metzger, das Bürgerrecht in Glonn erwarb er am 3.3 1885, um dann am 23.3.1885 Maria Gruber aus Siegertsbrunn zu heiraten und sich in Glonn niederzulassen.
Damit legitimierten sie das erstgeborene, uneheliche Kind und bekamen weitere 6 Kinder, von denen (nur) eines im Kindesalter starb.
1873 hatte sein Vater Anton Lanzenberger das Anwesen Hs.Nr.4 gekauft, das Gasthaus Mühllehner; 1898 kaufte August das Nachbaranwesen dazu, riss beide Gebäude ab und an deren Stelle entstand das heutige Gebäude, das “Gasthaus Lanzenberger”.
1899 wurde er zum Glonner Bürgermeister gewählt und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1912.
Aus der Amtszeit
August Lanzenbergers Amtszeit während der “Prinzregentzenzeit” war durch sich stetig vermehrenden Wohlstand und technischen Fortschritt auch auf dem Lande gekennzeichnet. Die Lokalbahn, 5 Jahre vor seinem Amtsantritt gebaut, verband Glonn nun endlich nicht nur bei schönem Wetter mit Grafing, Ebersberg und München und wurde rege genutzt.
Auch die Sommerfrischler und Ausflügler aus München begannen sich für Glonn und seine schöne Landschaft zu interessieren – der Verschönerungsverein gab 1908 den ersten Prospekt heraus. Zu den um die Jahrhundertwende gegründeten Vereinen kamen immer noch neue hinzu, das bürgerschafltiche Engagement belebte die dörfliche Gesellschaft. Die Elektrifizierung schritt voran, schon 1904 wurden die 15 Straßenlaternen auf elektrischen Betrieb umgestellt. Im Jahr 1901 erhielt der aufstrebende Ort das Recht, sich “Markt Glonn” zu nennen.
Glonn war mit rund 1600 Einwohnern immer noch der zweitgrößte Ort im Landkreis nach Ebersberg und es sollte noch bis nach dem Zweiten Weltkrtieg dauern, bis sich das änderte.
Zwei große Bauprojekte in Lanzenbergers Amtszeit waren ein neues Feuerwehrhaus in der heutigen Wolfgang-Wagner-Straße und das Mädchenschulhaus.
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