Zur Person Aus der Amtszeit Nachruf Bilder

August Lanzenberger *1863+1912
Bürgermeister von 1899-1912
August Lanzenberger wurde am 10.11.1863 als Braumeisterssohn in Beyharting geboren.
Er starb am 8.1.1912 mit nur 49 Jahren in Glonn.
August Lanzenberger war Metzger, das Bürgerrecht in Glonn erwarb er am 3.3 1885, um dann am 23.3.1885 Maria Gruber aus Siegertsbrunn zu heiraten und sich in Glonn niederzulassen.
Damit legitimierten sie das erstgeborene, uneheliche Kind und bekamen weitere 6 Kinder, von denen (nur) eines im Kindesalter starb.
1873 hatte sein Vater Anton Lanzenberger das Anwesen Hs.Nr.4 gekauft, das Gasthaus Mühllehner; 1898 kaufte August das Nachbaranwesen dazu, riss beide Gebäude ab und an deren Stelle entstand das heutige Gebäude, das “Gasthaus Lanzenberger”.
1899 wurde er zum Glonner Bürgermeister gewählt und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1912.
Aus der Amtszeit
August Lanzenbergers Amtszeit während der “Prinzregentzenzeit” war durch sich stetig vermehrenden Wohlstand und technischen Fortschritt auch auf dem Lande gekennzeichnet. Die Lokalbahn, 5 Jahre vor seinem Amtsantritt gebaut, verband Glonn nun endlich nicht nur bei schönem Wetter mit Grafing, Ebersberg und München und wurde rege genutzt.
Auch die Sommerfrischler und Ausflügler aus München begannen sich für Glonn und seine schöne Landschaft zu interessieren – der Verschönerungsverein gab 1908 den ersten Prospekt heraus. Zu den um die Jahrhundertwende gegründeten Vereinen kamen immer noch neue hinzu, das bürgerschafltiche Engagement belebte die dörfliche Gesellschaft. Die Elektrifizierung schritt voran, schon 1904 wurden die 15 Straßenlaternen auf elektrischen Betrieb umgestellt. Im Jahr 1901 erhielt der aufstrebende Ort das Recht, sich “Markt Glonn” zu nennen.
Glonn war mit rund 1600 Einwohnern immer noch der zweitgrößte Ort im Landkreis nach Ebersberg und es sollte noch bis nach dem Zweiten Weltkrtieg dauern, bis sich das änderte.
Zwei große Bauprojekte in Lanzenbergers Amtszeit waren ein neues Feuerwehrhaus in der heutigen Wolfgang-Wagner-Straße und das Mädchenschulhaus.
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