Archiv der Kategorie: Allgemein

Die Bestände des Archivs

Die Verwaltungsakten der Gemeinde reichen in der Mehrheit bis ins Jahr 1875 zurück, manches datiert früher, die Bücher des Standesamtes – also Geburts, -Sterbe- und Heiratsregister liegen lückenlos ab dem Jahr 1876 vor.
Die Protokollbücher des Gemeinderates sind ab dem Jahr 1857 erhalten, die Aufzeichnungen davor sind alle einem verheerenden Brand auf dem Hof des damaligen Pflegers Sigl zum Opfer gefallen.
Die Kassenbücher der Gemeinde beginnen ebenfalls im Jahr 1853 und sind lückenlos vorhanden – zum Teil mit allen Belegen. Zu den Amtsbüchern gehören auch die Bücher der Schulkasse und der Armenkasse. Erstere sind vorhanden von 1854 bis 1930, letztere von 1847 bis 1929 – beide nur mit kleinen Lücken.

Andere Amtsbücher sind zum Beispiel noch:  Dienstbotenverzeichnisse; Victualienvisitionsprotokolle, Brandversicherungsbuch und ein Besitzveränderungsbuch von 1822.
Diese offiziellen Aufzeichnungen der Gemeinde werden ergänzt durch umfangreiche Sammlungen. In den Sammlungen findet man Fotos, Zeitungsartikel, Broschüren und Veröffentlichungen der Gemeinde und der Vereine, sowie Fotos und Dokumente aus privaten Sammlungen und Nachlässen, die dem Archiv der Gemeinde Glonn in dankenswerter Weise zur Nutzung überlassen wurden – meist in digitaler Form – und so dauerhaft vor dem Vergessen und Verschwinden bewahrt werden können.
Die Bibliothek weist alle Medien – vorwiegend Bücher und Broschüren, die vor Ort im Archiv zur Recherche genutzt werden können.

Nicht alle Archivalien sind bereits erschlossen, nur ein kleiner Teil ist digitalisiert. Die Übersicht über die Bestände ist noch nicht vollständig, vor allem private Sammlungen und private Archive und Nachlässe sind noch nicht berücksichtig.

Unter Wahrung der allgemeinen Schutzfrist von 30 Jahren und den besonderen Schutzfristen für personenbezogene Daten, stehen allen ortshistorisch interessierten Bürgerinnen und Bürger diese Archivalien für Forschungszwecke zur Verfügung. Zu Benutzung und Datenschutz siehe auch hier

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Karte&Pläne&Zahlen

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Erinnerungen

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Hier finden Sie Erinnerungen von Glonner Bürgern und Bürgerinnen über ihr Leben in Glonn über Schulzeit, Arbeit, Feste, Veranstaltungen, in Interviews  aber auch  aus Briefen, Tagebüchern und anderen Aufzeichungen

 

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Kurze Chronologie der Glonner Geschichte

 

ca. 2000 vor Chr.
ca.1500 v.Chr.
zwischen 50 und 300 n.Chr.

7 Jhd. n.Chr.
774
1235 bis 1350
1501 oder 1517
1516-1827
1350-1596
1554
1762
1813
1838
1848-1854
1856-1858
1854
1854-1856Bürgermeister Isidor Wäsler, Wiesmüller oder Johann Wäsler, Waslmüller
1862
1858-1865Bürgermeister Bonifaz Gruber, Sattlermeister (1805-1881)
1867
1865-1869Bürgermeister Matthias Beham, Messerschmied
1871
1869-1881
1872
1864
1874
1881-1887Bürgermeister Johann Beham, Christlmüller
1884Gründung des Turnvereins
Das Bild zeigt die "Gründerväter" des Turnvereins Glonn.
1887-1899
1887
1888
1894
1894
1897
1899-1912
1900
1901Markterhebung
Mit Telegramm vom 24.4.1901 wird die Erhebung zum Markt Glonn bekanntgegeben.
1902Gründung des Obstbauvereins am 21.12.1902
1902
1903
1904
1906 Gründung des katholischen Arbeiterverein KAB
1906
1907
1907Gründung des Geflügelzuchtvereins
1907
1912-1917Bürgermeister Johann Kirmair
1914-1918Erster Weltkrieg; Glonn hat 64 Gefallene und Vermisste zu beklagen
1919-1930Bürgermeister Josef Meßner, Schlossermeister
1920Gründung des Spar- und Darlehenskassenverein
1926Wiedergründung des katholischen Gesellenvereins. (Erste Gründung 1854
1926Gründung der Molkereigenossenschaft und Bau der Molkerei am Bahnhof
1929Gründung des Spiel- und Sportvereins vor allem zur "Pflege des Fussballspieles"
1929
1930-1933Bürgermeister Ludwig Mayer, Gastwirt, "Neuwirt"
1931
1931Die Gemeinde erhält ein Wappen
1933-1945Bürgermeister Georg Lanzenberger, Kunstmaler
1.9.1939Beginn des 2.Weltkriegs. Die Gemeinde Glonn verzeichnet 98 Gefallene und 6 Vermisste Bürger.
1.5.1945Am 1.Mai 1945 endet in Glonn mit dem Einzug der Amerikaner der 2.Weltkrieg
3.5.1945 - 1946
1946-1960
1957
1971Erster Erweiterungbau der Schule mit Neubau von Schwimmhalle und Turnhalle
1960-1972Bürgermeister Anton Decker
1968Erster Maibaum seit 100 Jahren
1970Gründung des WSV Glonn
1970Erneuerung und Verbreiterung der Ortsdurchfahrt
1972-1978Bürgermeister Michael Singer
19741200 Jahr Feier
1978Zweiter Erweiterungsbau der Schule mit Neuanlage des Schulsportplatzes
1978-1996Bürgermeister Martin Sigl
1978Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Glonn. Im Zuge der Gemeindegebietsreform schließen sich die vorher eigenständigen Gemeinden Moosach, Egmating, Oberpframmern, Bruck, Baiern und Glonn zur Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit Glonn als Verwaltungssitz. Siehe auch: Glonn - "Der Weg in die Moderne", Hrsg.: Archiv Glonn: Schriften zur Ortsgeschichte, 2024
1992

1996Gründung des Förderverein für Kinder, Jugendliche und
Familien in der Gemeinde Glonn e.V., "KiJuFa"
1996-2014Bürgermeister Martin Esterl
2002"Jahrhunderthochwasser"
2014Bürgermeister Josef Oswald

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Geschichte

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Währungen&Währungsreformen&Inflation

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4 Währungen, (Gulden und Kreuzer, Reichsmark, Renten-und Goldmark, Deutsche Mark, Euro) 3 Währungsreformen (1923, 1948 und 2002), 1 Hyperinflation (1923)

1923 Hyperinflation

Vor 100 Jahren, zu Beginn des Jahres 1923 nahm die seit Kriegsende stetig zunehmende Inflation an Fahrt auf. Anfang 1923 wurde aus der Inflation die Hyperinflation, mit der niemand mehr Schritt halten konnte. Täglich  vervielfachten sich die Preise;  so kostete ein simpler Putzlumpen im Juli 1923 bereits 7000 Mark und für ein Ster Brennholz musste der Lieferant 16 Milliarden Mark verlangen. Menschen, deren Einkommen aus Löhnen oder Gehältern bestand, die ihr Erspartes in Geld angelegt hatten oder die vielen Kriegsinvaliden, die eine Rente bezogen und nicht arbeiten konnten, verloren über Nacht alles. In den Städten, in denen Arbeiter und Taglöhner, Angestellte, Kriegsversehrte und kleine Selbständige ohne eigenen Grund und Boden zur Miete lebten, waren die Auswirkungen auf das tägliche Leben und die zunehmende existenzielle Not der Menschen viel dramatischer und augenfälliger als im ländlichen Raum.  Die ländliche Bevölkerung, zumindest die, die Grund und Boden besaß, oder ein Stück Land bewirtschaften konnte, kam mit den Auswirkungen der Inflation besser zurecht. Manch ein Kredit konnte sogar mit wertlosem Geld getilgt werden, und Nahrungsmittel, Holz und Wohnraum waren plötzlich ein beliebtes Tauschobjekt.  So bot z.B. Kaminkehrermeister Staimer der Gemeinde an, gegen mietfreies Wohnen alle gemeindlichen Kamine zu kehren, was die Gemeinde, allerdings widerruflich, gerne annahm. Das Reinigen des Schulhauses besorgte Frau Wiedemann, die  Ende November 1923 als  Stundenlohn 200 Milliarden Mark verlangte oder aber 1 Liter Milch. Leider ist nicht bekannt, wie die Gemeinde bezahlte, wahrscheinlich aber in wertlosem Bargeld, da auch die Gemeinde die Milch hätte kaufen müssen. Und so kämpfte die Gemeinde mit den täglich steigenden Ausgaben und den Einnahmen, die die Kosten des nächsten Tages nicht decken konnten. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation beschloss die Gemeinde ihre Gemeindebeamten, also den Bürgermeister, den Sekretär und den Gemeindediener in Naturalien zu bezahlen. Im Gemeinderat wurden keine anderen Themen mehr verhandelt als die Erhöhung der Umlagen, die Anpassung der erlaubten Zuschläge auf die sogenannte Friedensmiete und Kreditaufnahmen. Der Ausgaben in der Jahresrechung 1923 beliefen sich auf 380 Billionen 308 Milliarden und ein paar „zerquetschte“ Millionen.
Als im November 1923 die Rentenmark eingeführt wurde, gab es keinen Vermerk dazu im Gemeinderat, ohne Übergangsfrist wurde die neue Währung angenommen, die Ein- und Ausgaben normalisierten sich über Nacht. Bereits am 28.11. verlangte August Faßrainer, offensichtlich gut informiert, für einen Putzlumpen schon wieder angemessene 80 Pfennig, allerdings mit dem Vermerk „in Goldmark“.

 

 

 

 

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Ortschronisten

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