Gemeinderatsprotokolle Band 14 1933-1936

[su_expand height=“320″ link_align=“center“]Band 14 der Gemeinderatsprotokolle umfasst den Zeitraum vom 8.9.1933 bis 17.2.1936
Mit dem Gesetz zur Gleichschaltung der Länder vom 7.April 1933 wurde der Gemeinderat aufgelöst. Die Neubildung erfolgte nach dem Ergebnis der letzten Reichtagswahl und ergab für Glonn 5 Sitze für die BVP, 3 Sitze für die NSDAP und 2 Sitze für den Bauern- und Mittelstandsbund,  die aus den eingereichten Wahlvorschläge besetzt wurden.
Die neuen Gemeinderatsmitglieder bestimmten nun den neuen Bürgermeister und wählten den soeben abgesetzten Ludwig Mayer (BVP) wieder ins Amt. Als zweiter Bürgermeister wurde Florian Lechner (Bauernbund) gewählt, diesem versagte das Bezirksamt aber die Anerkennnung und so übernahm der zweitplazierte August Lanzenberger (NSDAP), am 8.Mai 1933 das Amt des 2. Bürgermeister. 
Im Laufe der nächsten Monate schrumpfte durch die Parteienverbote das Gremium auf 3 Mitglieder, am 7.9.1933 wurden deshalb vom Bezirksamt „die freigewordenen Stellen im Benehmen mit dem Kreisleiter der NSDAP wieder besetzt“.
Am 8.9.1933 reichten erster Bürgermeister Ludwig Mayer (BVP) und zweiter Bürgermeister August Lanzenberger(NSDAP) ihren Rücktritt ein, und der am Tag zuvor neu besetzte Gemeinderat wählte den Kunstmaler Georg Lanzenberger, Bruder von August Lanzenberger,  zum ersten Bürgermeister. Zweiter Bürgermeister wurde der Kaufmann Franz Sales Maier. Ab 1935 gab es das Amt des 2. Bürgermeisters nicht mehr, die Kreisleitung bestimmte 2 Beigeordnete, der ebenfalls von der NSDAP berufene Gemeinderat hatte nur noch beratende Funktion. Und daher eröffnet der Gemeindesekretär und Schriftführer Decker für die neuen Protokolle der immer seltener stattfindenden Sitzungen auch ein neues Buch (GPR Band 15), ob wahl das alte noch viele leere Seiten hat.
Es heisst jetzt „Beratungsbuch“ statt „Beschlußbuch“ und verzeichnet zwischen 1936 und 1939 gerade mal 21 Sitzungen und in den Jahren 1940 bis Mai 1945 genau 2 Sitzungen. [/su_expand]

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