Archiv der Kategorie: Ortsbild

Marktplatz 1 – alte Hausnummer 23

Rathaus 1999 © Kulturverein

Heute steht hier das Rathaus der Marktgemeinde Glonn. Erbaut wurde das Rathaus im Jahr 1931 und feierlich eröffnet im September 1931. Bis zur Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Glonn mit den Mitgliedsgemeinden Baiern, Bruck, Moosach, Oberpframmern und Egmating belegte die Verwaltung der Gemeinde Glonn nur drei Räume im Erdgeschoß. Im südlichen Teil befand sich die Hubertus Apotheke, in Obergeschoß und Dach waren Wohnungen, in einer davon praktizierte bis 1964 die Hebamme von Glonn.

Vor 1930 war die Verwaltung teilweise im alten Feuerwehrhaus untergebracht, Amtsgeschäfte wurden manchmal in der Wohnung des Gemeindedieners abgewickelt, der Gemeinderat traf sich meist in der Schule, da der Lehrer ja bis 1919 auch der Gemeindeschreiber war.

Vor 1930 stand an der Stelle des heutigen Rathauses das sogenannte “Surauerhaus”, benannt nach dem Lebzelter und Wachszieher Alois Surauer. der dort sein überaus beliebtes Geschäft betrieb. Hier konnte man Lebzelten, Wachsstöckl, Kerzen, aber auch Schokolade und Gewürze kaufen.Der seit dem 17.Jahrhundert von der Kirche genutzte Zehenthof, in dem die Abgaben der Bauern an die Kirche – der Zehent – gelagert wurde, fiel durch Heirat 1662 an den ersten Wirt von Glonn, der die Tafern – das spätere Gasthaus zur Post – betrieb und diente fortan als Wohnung für Bedienstete, in den Stallungen wurden Pferde, später auch Glonns erste Autos sowie der Leichenwagen und die erste Feuerspritze untergebracht.

Anfang der 1920er jahre kaufte die Gemeinde den Hof und einen Teil des Marktplatzes von Baron Büsing-Orville von Zinneberg und wollte das Gebäude  zu gemeindeeigene Wohnungen umbauen. Der Plan wurde jedoch verworfen und man entschied sich zu Beginn der Amtszeit des neuen Bürgermeister Ludwig Mayer (1930-1933)  endlich ein Rathaus zu bauen.

Mehr zur Geschichte des Rathauses lesen Sie hier

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Historischer Ortsspaziergang – Marktplatz

Marktplatz von oben Südseite © F.Hintermaier

Marktplatz Nordseite von oben um 1960 © Kulturverein

Die meisten Gebäude rund um den Marktplatz standen bereits im 17.jhd. an derselben Stelle.Nachdem 1634 die Schweden, wie es Pfarrer Schmalzlmair  in seinen „Annotiatio“ schreibt, den Ort Glonn bis auf die „Badstube“ niederbrannten, wurden die Anwesen, die man wieder aufbaute, nicht mehr allein aus Holz errichtet, sondern aus Stein, sodass sie vor allem der Zerstörung durch Feuer besser standhalten konnten.

Nach 1634 standen am Marktplatz ein Vorgänger-Bau der jetzigen Kirche, das Gerichtsdienerhaus, damals Hausnummer 24/heute Marktplatz 3, ein Wirtshaus – die Tafern zu Glonn, damals Haus Nummer 20, heute Marktplatz  5 und 6.

An der Stelle des heutigen Rathauses stand der „Zehenthof“ damals HSNr 23, heute Marktplatz 1, und auch auf der nördlichen Seite stand an Stelle der heutigen Nr. 8 ein Anwesen im Besitz der Kirche, der Widdumbauer mit der Hausnummer 22.

Auf dem Grundstück am Marktplatz 7 stand seit dem 16.Jhd. ein kleines Wohnhaus in dem unter anderem der Mesner, später ein Kistler (Schreiner) wohnte und arbeitete.

Wolfgang Wagner, Wirt und Posthalter erwarb das Grundstück  1850 und vermietete es zunächst als Mietshaus. 1889 erbaute er sich dort ein Wohnhaus, die “Posthalter Villa”.

Auch der heutige Marktplatz 10, damals Nr.25 war seit mindestens 1692 bebaut.

Eine überaus umfassende und detaillierte Nachweisung  aller Glonner Anwesen, vom Beginn der frühesten Aufzeichnungen bis 1900 gibt  Hans Obermairs “Anwesen der Gemeinde Glonn bis 1900”. Hier finden Sie die Besitzer, ihre Familien, den Zeitpunkt von Kauf und Verkauf, Berufe der Besitzer, die überlieferten Hausnamen und viele weitere historische Informationen.

Die heutige Ortsdurchfahrt war auch damals bereits die zentrale Verbindung vom Osten der Landeshauptstadt nach Rott am Inn.

Ausschnitt aus dem Urpositionsblatt von 1810 ©”Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de”This work is licensed under CC BY 4.0

Wie man auf diesen beiden  frühesten Karte von 1810 (oben) und 1856 (unten) erkennen kann, war die heutige Form des Marktplatzes im südlichen Teil damals bereits angelegt.

Die Hausnummern wurden 1855 neu durchnummeriert und bleiben dann so bis 1956.

 

Ausschnitt aus dem Urpositionsblatt von 1856  ©”Bayerische Vermessungsverwaltung – www.geodaten.bayern.de” This work is licensed under CC BY 4.0

 

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Historischer Ortsspaziergang

Hier finden Sie weiterführende Informationen, mehr Bilder und Links innerhalb der Archivseite zu den Stationen des historischen Ortsspaziergangs.

FH-210-Marktplatz-von-oben-klein
Marktplatz südlicher Teil um 1960
Marktplatz-Nordseite-GM044-03-04
Marktplatz nördlicher Teil um 1960
Kulturverein-570
Mädchenschulhaus um 1910

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Ortsbild

Diese Seite ist in Bearbeitung

1970 – der letzte Schienenbus verlässt Glonn

Lageplan Bahnhofsgelände

Das Bahnhofsgebäude Foto ArchivMarktGlonn/F.Hintermaier

Der letzte Schienenbus Foto: ArchivMarktGlonn/F.Hintermaier

 

 

 

 

 

 

Im Mai 1970 fuhr nach 76 Jahren Bahnverkehr zwischen Glonn und Grafing unter großer Anteilnahme der Bevölkerung der letzte Schienenbus aus Glonn ab. In den Jahren danach montierte die Deutsche Bahn die Gleise ab und legte den Bahnhof still.

Die Glonner*innen waren nun auf den Busverkehr angewiesen, die Haltestellen waren noch überwiegend am Marktplatz.

Dar Bahnhof verfiel zusehends. Immer wieder gab es Überlegungen zur Neugestaltung des Geländes, das allerdings noch im Besitz der Bundesbahn war. Schon 1976 berichtete die Ebersberger Neuesten Nachrichten auch über die Idee, auf der aufgelassenen Strecke einen Radweg einzurichten.

Das verfallende Bahnhofsgelände um 1977

Erst im Jahr 1979 konnte die Gemeinde das Bahnhofsgelände von der Bahn erwerben und plante nun einen Busbahnhof mit Wendeplatte und Parkplätzen. Die alten Bahnhofsgebäude, bis auf den Lokschuppen, wurden noch 1979 abgerissen, mit dem Bau des Busbahnhofes ging es aber noch nicht voran.
1980 lagen erste Pläne vor und die Gemeinde veranschlagte die Erschließung und Gestaltung des Geländes mit zunächst 700000,- im Haushalt.
Das war allerdings zu viel Geld für Glonns angespannte Haushaltslage, und die Aufnahme in ein Zuschussprogramm des Landes war noch nicht absehbar. Immerhin plante man schon einen Brunnen für das Gelände, und beauftragte dafür den Bildhauer Blasius Gerg – ausgeführt wurde dieser dann 1988.
Auf der Bürgerversammlung 1981 wurde wiederholt der Ausbau eines neuen Busbahnhofes und Parkplatzes auf dem Gelände gefordert, vor allem der immer mehr zunehmende Busverkehr sollte nun endlich weg vom Marktplatz.
Doch auch 1982 heißt es noch in der Ebersberger Zeitung: „In Glonn fehlt Geld für den Schandfleck Bahnhofsplatz“.

Die Lage änderte sich, als 1982 Finanzminister Streibl in Glonn zu Besuch kommt und die baldige Aufnahme in das Förderprogramm sowie einen zusätzlichen Zuschuß der Regierung zum Bauvorhaben in Aussicht stellt. Die Bauarbeiten starteten noch im selben Jahr und wurden dann auch 1983 abgeschlossen.
1984 wird der alte Lokschuppen unter Denkmalschutz gestellt.  Er wird dann nicht, wie geplant, abgerissen, sondern privat verkauft und zum Wohnhaus umgebaut.

Der neue Busbahnhof kurz vor der Fertigstellung Zeitungschronik ArchivMarktGlonn 1983zurück zu “Straßen&Plätze”

 

 

 

 

 

Gebäude

Schön, dass Sie hierher gefunden haben – wir bitten aber noch um etwas Geduld!

Der Aufbau der Internetseite des Archivs der Gemeinde Glonn ist ein großes Projekt, dass viel Arbeitszeit beansprucht. Daher finden Sie immer noch leere Seiten ohne Inhalt.  Jede Woche sind ca. 5- 10 neue Inhalte unterschiedlicher Art geplant, mal umfangreiche Scans von Dokumenten, mal eine weitere Bildergalerie oder redaktionelle Texte. Auf Instagram werden die jeweiligen neuen Inhalte wöchentlich angekündigt.

Das Archiv freut sich sehr über Ihr Interesse und hofft, Sie haben die Geduld, den Aufbau der Seite weiter zu begleiten und finden beim Stöbern trotzdem schon jetzt ein paar Highlights!

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“Der Neuwirt”

Artikel von Hans Obermair/ veröffentlicht am 22.2. in der Ebersberger Zeitung/Lokalteil
ergänzt mit Bildern aus dem Archiv Markt Glonn

Abschied von einem Stück Ge­schichte

Glonner „Neuwirt“ wird gerade abgerissen – Ein Haus, das viel erlebt und viel zu erzählen hat.

Häuser stehen nicht nur auf einem Grundstück oder einer Flur­nummer, sondern auch auf dem Boden ihrer Geschichte. Wenn ein Haus abgerissen und neu gebaut wird, wird die Geschichte übernommen.

Eigentlich hat die Geschichte des Glonner „Neuwirt” im Mühltal begonnen. Die heute „Christlmühle“ genannte Mühle stand nämlich früher im Mühl­tal. Wegen eines Streits wurde diese Mühle um 1560 an die jetzige Stelle verlegt. Wohl der Obereigentümer, das Kloster Ebersberg, ließ die Glonn entsprechend verlegen. Irgendwann vor 1671 wurde der Mühle das „Kuchlmayranwesen“, auch im Obereigentum des Klosters, zugeordnet, wohl als Sitz der Mühlen-Landwirtschaft, zugeschlagen. Auf diesem Grund­stück stand das Anwesen, in dem 1862 der „Neuwirt“ eröffnet wurde, in dem die Kollerbuben Karl, Josef und Wolfgang geboren wurden, und das seit 1971 Parkplatz war.

Das alte Zuhaus

Die „Untereigentümer“ der Christlmühle nannte man anfangs einfach „Christlmiller”. Ab etwa 1700 wurde der Familienname genannt: Wild, Dötsch und ab 1777 Schlickenrieder. Anton Schlickenrieder war es dann, der über die „Bauernbefreiung“ volles Eigentum erhielt. Sohn Sebastian wollte die Erfolgsgeschichte der Familie fortsetzen und eröffnete 1862 in Haus Nummer 37, dem landwirtschaftlichen Anwesen der Mühle, die zwei­te Glonner Gaststätte, den „Neuwirt“. Ein rund fünfjähriger Streit ging mit den Behörden und dem „Platzhirsch”, dem Glonner „Postwirt“ Wagner, voraus. Damals war bei einer Gewerbeeröffnung auch die „Bedürfnisfrage“ zu klären. Wagner, der ja hohe öffentliche Ämter inne hatte, konnte durch seinen Einfluss und seine Argumente einen Bedarf jahrelang vereiteln. Es muss aber doch, wohl wegen der Praktiken des Wagner und auch wegen der fünf Glonner Brannweinschänken, einen „echten“ Bedarf gegeben ha­ben, sonst hätte der Kandidat für den Gemeindevorsteher (Bürgermeister) Bonifaz Gruber nicht als Wahlversprechen ausgegeben, wenn er die Wahl gewinne, werde es in Glonn einen zweiten Wirt geben.

Dass es im Grunde damit auch dem „übermächtigen“ Wagner „gezeigt“ werden sollte, beweist, dass das etwa 1864 fertig gestellte neue Gebäude des „Neuwirt“ für damalige Verhältnisse für die bauliche Umgebung zu wuchtig und für den Bedarf völlig überdimensioniert war. Das Gebäude war nach der Kirche das zweithöchste und größte in Glonn; um ein Stock­werk höher als die „Post“, wenn es auch von Gesamtgrundfläche kleiner war. Aber von weitem sichtbar, natürlich auch von der „Post“aus.

Dass der Repräsentationswunsch des Schlickenrieder bei weitem den ech­ten Bedarf übertraf, steht fest. Fazit: Auch die Schlickenrieder wollten es dem Wagner „zeigen“, zumal Glonn, wenn auch Pfarr- und Gemeindemit­telpunkt, ein mehr oder weniger bedeutender Ort war. Hätte es nicht die vier Jahrmärkte gegeben, hätte Glonn überregional keine Rolle gespielt Die Bahn gab es erst 30 Jahre später. Kaufmännische gesehen war dieser „Prunkbau“ also eine Fehlkalkulation. Das beweist auch, dass 1876 wohl der Hauptbetrieb die Christlmühle mit Mühle, Säge und Branntweinbren­nerei, verkauft werden musste. Käufer war der Adlinger Johann-Baptist Beham, der von 1881 bis 1887 Glonns Bürgermeister war. Er war auch Bau­meister und Planfertiger. Viele Glonner Gebäude stammen aus seiner Hand.

Sebastian Schlickenrieder konnte also nur mehr seinen „Neuwirt“ mit dem alten Anwesen nebenan 1885 an Sohn Josef übergeben. Im gleichen Jahr heiratet dieser Theres Schuster, eine Bäckerstochter aus Großhelfendorf. Sicher mit einiger „Mitgift“, aber die wird nicht ausgereicht haben, sonst hätte er nicht 1890 an das Ehepaar Josef und Magdalena Mayer verkauft. Für Magdalena war Josef der dritte Mann, zwei waren schon jung verstor­ben. Beide waren auf dem „Metzgeranwesen“ und betrieben dort die Jahr­hunderte alte Metzgerei. Das „Metzgeranwesen“ behielt man. Mitgenom­men wurde nur die Metzgerei, die man erst einbauen musste. Aber auch die fünf Kinder des Paares und zwei aus zweiter Ehe bekamen mit dem Kauf ein neues Zuhause. Weitere drei Kinder sind im „Neuwirt geboren.

Vor dem Neuwirt: 2.v.r.: Josef Mayer; 2.v.l.: Magdalena Mayer ca. 1905

Die Glonner Dichterin Lena Christ, als gegenüber dem Neuwirt 1881 gebo­renes „Hansschuasta-Lenei”, hätte über die Schlickenrieders und die May­ers mehr erzählen können. Alles was sie in ihren Romanen und Erzählun­gen über das Wirtshausleben zum Besten gibt, wenn auch manchmal un­ter anderen Namen, hat sie beim Nachbar Neuwirt mitbekommen. Und so hat sie auch, nach vielen Schicksalsschlägen, einige ihrer Landaufenthalte beim „Neuwirt“ verbracht.

Josef Mayer war ein tüchtiger Wirt und Metzger und auch dem Modernen aufgeschlossen. Dafür spricht ein Inserat, dass der Wirt schon 1898, das Jahr in dem Glonn die Elektrizität erhielt, zu einem Gartenkonzert mit elek­trischer Beleuchtung einlud. Sein 1890 geborener Sohn Ludwig schreibt, der Vater habe mit seiner Gitarre die Gäste beim Gesang begleitet. Wo­möglich habe er vom Vater die Musikbegabung. Der „Neuwirt“ war in Glonn bis zuletzt die Herberge der Sänger und Musiker. Diesem Umstand habe er auch zu verdanken, dass er als Sechsjähriger beim „Faßrainer“, dem Musikmeister, das Violinspiel erlernen durfte. Mit 13 kam ein Blasin­strument dazu. Das all war die Basis, dass Ludwig schon mit 18 zur Militär­musik genommen wurde. Musiker war sein Lebensziel. Doch das Schicksal wollte es anders: Der Tod des Vaters 1914 ließ ihn zum „Neuwirt“ werden, denn der ältere Bruder Markus (Max), der gelernte Metzger, wollte daheim nicht übernehmen. Der Max übernahm lieber das Metzgeranwesen. Für Glonn eigentlich ein Glücksfall. Ludwig diente so zeitlebens der Glonner Musi: Blasmusik, Kirchenmusik, Salonorchester, Chöre. Zwischen den Krie­gen und nach dem Zweiten kamen viele gute Musiker zum Neuwirt, schlie­ßlich hatte er auch eine Metzgerei.

“der Neuwirt” Ludwig Mayer (*1890+1977)

Von 1929 bis 1933 war Ludwig Mayer Glonns Bürgermeister. Der Rathaus­bau und das Wappen fallen in seine Zeit. Wegen der Naziherrschaft muss­te er „gehen“. Kein Wunder, dass er das Risiko auf sich nahm, in den Drei­ßigerjahren den Juden Baum mit Familie zu beherbergen. Dass sein Haus von Glonner Nazis mit „Judenwirt“ betitelt wurde, dürfte ihn nicht beson­ders berührt haben. Schließlich waren Onkel und Bruder seiner Frau Ma­ria, geb. Winhart, mit der er 1921 die Ehe einging, Priester. Dazu passt auch, dass ihn die einmarschierten „Amis“ 1945 wieder als Bürgermeister haben wollte. Mayer lehnte ab.

Der Neuwirt 1909

Von den vier Kindern, Maria, Ludwig, Martha und Mathilde übernahm Mar­tha Wirtschaft und Metzgerei. Ihr Gatte Xaver Kronthaler war ein guter Metzgermeister und ein guter Wirt. Er hatte es mit diesem in die Jahre ge­kommenen großen Haus nicht leicht. Er und seine Frau hielten nicht nur das Haus gut in Schuss, sondern vergrößerten 1971 um den Lena-Christ- Stüberl-Anbau. Von den drei Kindern Franz, Angelika und Hermine über­nehmen Franz mit seiner Frau Angelika die Metzgerei und Angelika mit Ehemann Robert die Wirtschaft. 2001 wurde die Wirtschaft dann geschlos­sen. Die Metzgerei wurde noch weitergeführt. Die Gasträume mietete die Marktgemeinde Glonn, um hauptsächlich den großen Saal für diverse Ver­anstaltungen anbieten zu können.

Im neuen Anbau das “Lena Christ Stüberl” , 1971

Die neue Zeit mir ihren betriebswirtschaftlich Vorgaben lässt als Möglich­keit eigentlich nur mehr den Abriss und den Neubau dieses großen Hau­ses sinnvoll erscheinen. Diese Zäsur lenkt natürlich den Blick zurück an dieses Haus und die dienstbaren Geister, die dieses Haus nicht nur am Le­ben hielten, sondern auch belebten, als Mittelpunkt der Glonner Kultur und Gastlichkeit. Wer denkt da nicht gerne zurück an die „Sali” (Salome) die ihr ganzes Leben zum „Dienen“ auf dem Haus blieb, die, manchmal eingeschlafen den letzten Gast abwartete, bis es dem „recht“ war.

Die Neuwirtstür – auch im neuen Gebäude wird sie zu finden sein.

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Bildergalerie Marktplatz 1 – Rathaus

   
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Blick auf Surauerhof von Westen um 1925 Postkarte
FH-304-Surauerhaus
Surauerhof um 1928 kurz vor Abriss für den Rathausbau
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Einweihung Rathaus 1931 Postkarte
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Rathaus 1940 ©Kulturverein
GM020-04-Raths-Kirche-v-N-1939-oe
Rathaus vor 1938 © Kulturverein
FH-130
Rathaus um 1960 mit Hubertus Apotheke ©F.Hintermaier
Fotochronik-1977-Rathaus-Umbau
Rathaus Umbau 1978 ©Archiv Glonn
GM016-06-34-Rathausumbau-1977
Rathaus Umbau 1978 © Kulturverein
Fotochronik-1978-Teil20001 019-Rathaus
Rathaus nach Umbau 1978 ©Archiv Glonn
GM010-28-Mrktpl-v-West-2007
Rathaus 2007 ©Kulturverein

 

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