Archiv der Kategorie: Allgemein

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Erinnerungen

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Hier finden Sie Erinnerungen von Glonner Bürgern und Bürgerinnen über ihr Leben in Glonn über Schulzeit, Arbeit, Feste, Veranstaltungen, in Interviews  aber auch  aus Briefen, Tagebüchern und anderen Aufzeichungen

 

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Kurze Chronologie der Glonner Geschichte

 

ZeitraumEreignis
ca. 2000 vor Chr.
ca.1500 v.Chr.
zwischen 50 und 300 n.Chr.

7 Jhd. n.Chr.
774
1235 bis 1350
1501 oder 1517
1516-1827
1350-1596
1554
1762
1813
1838
1848-1854
1856-1858
1854
1854-1856Bürgermeister Isidor Wäsler, Wiesmüller oder Johann Wäsler, Waslmüller
1862
1858-1865Bürgermeister Bonifaz Gruber, Sattlermeister (1805-1881)
1867
1865-1869Bürgermeister Matthias Beham, Messerschmied
1871
1869-1881
1872
1864
1874
1881-1887Bürgermeister Johann Beham, Christlmüller
1884Gründung des Turnvereins
Das Bild zeigt die "Gründerväter" des Turnvereins Glonn.
1887-1899
1887
1888
1894
1894
1897
1899-1912
1900
1901Markterhebung
Mit Telegramm vom 24.4.1901 wird die Erhebung zum Markt Glonn bekanntgegeben.
1902Gründung des Obstbauvereins am 21.12.1902
1902
1903
1904
1906 Gründung des katholischen Arbeiterverein KAB
1906
1907
1907Gründung des Geflügelzuchtvereins
1907
1912-1919Bürgermeister Johann Kirmair
1914-1918Erster Weltkrieg; Glonn hat 64 Gefallene und Vermisste zu beklagen
1919-1930Bürgermeister Josef Meßner, Schlossermeister
1920Gründung des Spar- und Darlehenskassenverein
1926Wiedergründung des katholischen Gesellenvereins. (Erste Gründung 1854
1926Gründung der Molkereigenossenschaft und Bau der Molkerei am Bahnhof
1929Gründung des Spiel- und Sportvereins vor allem zur "Pflege des Fussballspieles"
1929
1930-1933Bürgermeister Ludwig Mayer, Gastwirt, "Neuwirt"
1931
1931Die Gemeinde erhält ein Wappen
1933-1945Bürgermeister Georg Lanzenberger, Kunstmaler
1.9.1939Beginn des 2.Weltkriegs. Die Gemeinde Glonn verzeichnet 98 Gefallene und 6 Vermisste Bürger.
1.5.1945Am 1.Mai 1945 endet in Glonn mit dem Einzug der Amerikaner der 2.Weltkrieg
3.5.1945 - 1946
1946-1960
1957
1971Erster Erweiterungbau der Schule mit Neubau von Schwimmhalle und Turnhalle
1960-1972Bürgermeister Anton Decker
1968Erster Maibaum seit 100 Jahren
1970Gründung des WSV Glonn
1970Erneuerung und Verbreiterung der Ortsdurchfahrt
1972-1978Bürgermeister Michael Singer
19741200 Jahr Feier
1978Zweiter Erweiterungsbau der Schule mit Neuanlage des Schulsportplatzes
1978-1996Bürgermeister Martin Sigl
1978Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Glonn. Im Zuge der Gemeindegebietsreform schließen sich die vorher eigenständigen Gemeinden Moosach, Egmating, Oberpframmern, Bruck, Baiern und Glonn zur Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit Glonn als Verwaltungssitz. Siehe auch: Glonn - "Der Weg in die Moderne", Hrsg.: Archiv Glonn: Schriften zur Ortsgeschichte, 2024
1992

1996Gründung des Förderverein für Kinder, Jugendliche und
Familien in der Gemeinde Glonn e.V., "KiJuFa"
1996-2014Bürgermeister Martin Esterl
2002"Jahrhunderthochwasser"
2014Bürgermeister Josef Oswald

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Währungen&Währungsreformen&Inflation

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4 Währungen, (Gulden und Kreuzer, Reichsmark, Renten-und Goldmark, Deutsche Mark, Euro) 3 Währungsreformen (1923, 1948 und 2002), 1 Hyperinflation (1923)

1923 Hyperinflation

Vor 100 Jahren, zu Beginn des Jahres 1923 nahm die seit Kriegsende stetig zunehmende Inflation an Fahrt auf. Anfang 1923 wurde aus der Inflation die Hyperinflation, mit der niemand mehr Schritt halten konnte. Täglich  vervielfachten sich die Preise;  so kostete ein simpler Putzlumpen im Juli 1923 bereits 7000 Mark und für ein Ster Brennholz musste der Lieferant 16 Milliarden Mark verlangen. Menschen, deren Einkommen aus Löhnen oder Gehältern bestand, die ihr Erspartes in Geld angelegt hatten oder die vielen Kriegsinvaliden, die eine Rente bezogen und nicht arbeiten konnten, verloren über Nacht alles. In den Städten, in denen Arbeiter und Taglöhner, Angestellte, Kriegsversehrte und kleine Selbständige ohne eigenen Grund und Boden zur Miete lebten, waren die Auswirkungen auf das tägliche Leben und die zunehmende existenzielle Not der Menschen viel dramatischer und augenfälliger als im ländlichen Raum.  Die ländliche Bevölkerung, zumindest die, die Grund und Boden besaß, oder ein Stück Land bewirtschaften konnte, kam mit den Auswirkungen der Inflation besser zurecht. Manch ein Kredit konnte sogar mit wertlosem Geld getilgt werden, und Nahrungsmittel, Holz und Wohnraum waren plötzlich ein beliebtes Tauschobjekt.  So bot z.B. Kaminkehrermeister Staimer der Gemeinde an, gegen mietfreies Wohnen alle gemeindlichen Kamine zu kehren, was die Gemeinde, allerdings widerruflich, gerne annahm. Das Reinigen des Schulhauses besorgte Frau Wiedemann, die  Ende November 1923 als  Stundenlohn 200 Milliarden Mark verlangte oder aber 1 Liter Milch. Leider ist nicht bekannt, wie die Gemeinde bezahlte, wahrscheinlich aber in wertlosem Bargeld, da auch die Gemeinde die Milch hätte kaufen müssen. Und so kämpfte die Gemeinde mit den täglich steigenden Ausgaben und den Einnahmen, die die Kosten des nächsten Tages nicht decken konnten. Auf dem Höhepunkt der Hyperinflation beschloss die Gemeinde ihre Gemeindebeamten, also den Bürgermeister, den Sekretär und den Gemeindediener in Naturalien zu bezahlen. Im Gemeinderat wurden keine anderen Themen mehr verhandelt als die Erhöhung der Umlagen, die Anpassung der erlaubten Zuschläge auf die sogenannte Friedensmiete und Kreditaufnahmen. Der Ausgaben in der Jahresrechung 1923 beliefen sich auf 380 Billionen 308 Milliarden und ein paar „zerquetschte“ Millionen.
Als im November 1923 die Rentenmark eingeführt wurde, gab es keinen Vermerk dazu im Gemeinderat, ohne Übergangsfrist wurde die neue Währung angenommen, die Ein- und Ausgaben normalisierten sich über Nacht. Bereits am 28.11. verlangte August Faßrainer, offensichtlich gut informiert, für einen Putzlumpen schon wieder angemessene 80 Pfennig, allerdings mit dem Vermerk „in Goldmark“.

 

 

 

 

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Ortschronisten

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Bier- und Malzaufschlag

Im Jahre 1892 wurden die Pläne zum Bau einer Lokalbahn Glonn-Grafing konkret und die Gemeinde musste sich Gedanken um die Finanzierung machen. Trotz Zuschüssen des Distriktes und großen privaten Spenden von Privaten, die den Bau der Linie für ihre Geschäftsentwicklung benötigten z.B. das Sägewerk  Sackmann in Moosach  oder Freiherr von Scanzoni in Zinneberg, waren die Kosten für die Gemeinde Glonn aus den regulären Einnahmen des Haushaltes nicht zu stemmen.

Die Gemeindeverwaltung beschloss daher, ein Darlehen über 20000 Mark aufzunehmen, von dem 12550 Mark zur Deckung der Grunderwerbskosten gedacht waren. Der Rest sollte zur Anschaffung einer Löschmaschine für die Feuerwehr in Glonn und Frauenreuth, für die Herstellung einer Wasserreserve, für den Bau einer Wasserleitung und für die Ausstattung des Krankenhauses dienen. (Original mit Transkript)

Der Kredit wurde am 1.7.1893 verbrieft und sah eine Tilgung in 28 Jahren bis 1921 vor.

Um die Kosten zu stemmen, wurde 1892 vom Gesamtgemeindeausschuß beschlossen, einen lokalen Bier- und Malzaufschlag einzuführen und ab 1893 wurde dieser von den Brauereien, Wirten und auch Privaten eingefordert.

 

Der Bieraufschlag betrug 3 Pfennig auf 5 Liter Bier, der Malzaufschlag, der die Brauereien betraf, 1 Mark pro hl Malz.

Die Einnahmen betrugen im ersten Jahr 400 Mark Malzaufschlag aus der Brauerei des Freiherrn von Scanzoni in Zinneberg und 942 Mark aus dem Bieraufschlag der Wirtschaften aber anfangs auch Privaten in Glonn. Die Erlaubnis diesen Bier-und Malzaufschlag zu erheben, wurde zunächst für 10 Jahre erteilt, und bis in die 1930er Jahre alle 10 Jahre erneuert.

 

 

 

 

 

Haushalt der Gemeinde

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Hier finden Sie statistische Übersichten übder die Entwicklung des Haushalts der Gemeinde ab den ersten Aufzeichnungen aus der Mitte des 19.Jahrhunderts