Zur Person Aus der Amtszeit Bilder

Johann Eichmeier (1894-1967) war Seilermeister in Glonn in der vierten Generation. Am 27.1.1946 wurde er in der ersten demokraischen Wahl nach dem Krieg zum Bürgermeister gewählt. Er löste Pankraz Mennacher ab, der von der amerikanischen Militärregierung als kommissarischer Bürgermeister eingesetzt wurde.
Johann Eichmeier war verheiratet mit Maria Heidenthaler (1901-1981) und hatte einen Sohn, Johann Eichmeier, der ebenfalls das Seilerhandwerk erlernte und bis in die 60er Jahre ausübte.
Aus der Amtszeit
Johann Eichmeier war Bürgermeister in Glonn von 1946 bis 1960.
In den ersten Jahren seiner Amtszeit war die drängendste Aufgabe die Schaffung von Wohnraum für die Glonner Bevölkerung, die sich durch den Zuzug von Vertriebenen bis 1947 verdoppelt hatte.
In der Amtszeit Eichmeiers entstand die erste Siedlung Glonns, die “Zinneberger Siedlung”, zunächst mit 26 Wohnungen in 11 Gebäuden an der heutigen Fuggerstraße, damals “Siedlung 1-11 genannt, die bereits 1950 schon bezugsfertig waren. Bis 1961 wurden weitere Siedlungen genehmigt und gebaut: “Kupferbach Siedlung”, “Quellenstraße”, Mühl-und Keltenweg”, Forellenstraße”, die Siedlung in Haslach und “Alt-Wetterling”.
Ein weiteres wichtiges Projekt seiner Amtszeit, das die Gemeinde finanziell bis an die grenzen brachte, war der Neubau eines Schulhauses. Noch immer wurden die Knaben im alten Schulhaus am Apothekerbergl unterrichtet, das seit 1838 als Schulhaus diente und kaum noch genügend Raum bot für die stark gewachsene Schülerzahl und die Ansprüche an modernen Unterricht. 1956 wurde der Grundstein für das neue Schulhaus am Klosterweg gelegt und 1957 wurde die neue Schule eingeweiht. Das alte Schulhaus wurde 1957 verkauft und 1969 abgerissen.
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