Pankraz Mennacher

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Pankraz Mennacher (1896-1956) war Friseurmeister in Glonn. Bewreits 1915 eröffnete er mit 18 Jahren seinen ersten Salon in der heutigen Wolfgang Wagner Straße. Pankraz Mennacher war sozialdemokratischer Gesinnung und während der nationalsozialistischen Herrschaft bekannt als “Anti-Nazi”, vor der NS Dikatatur war er in Glonn nicht politisch tätig.

Nach dem Einmarsch der Amerikaner in Glonn bestimmten sie Pankraz Mennacher schon am 3.5.1945 zum kommissarischen Bürgermeister. Zu diesem Zeitpunkt war er 49 Jahre alt, verheiratet und Vater von vier Kindern, zwei Töchtern und zwei Söhnen, von denen der ältere, Eduard, 1944 im Alter von 21 Jahren gefallen war.

Am 25.5.1945 ernannte Pankraz Mennacher die ersten Gemeinderäte Glonns und lud diese am nächsten Tag zur ersten Gemeinderatssitzung ein.

Am 27. Januar 1946 fanden in Bayern die ersten demokratischen Kommunalwahlen statt. Die Glonner wählten Johann Eichmeier zu seinem Nachfolger, Pankraz Mennachers Amtszeit endete am 4.2.1946

Aus der Amtszeit

Unter der Leitung von Bürgermeister Pankraz Mennacher und zweitem Bürgermeister Ludwig Mayer fanden bis zur ersten demokratischen Gemeindewahl am 27.1.1946 acht Gemeinderatsitzungen statt, in denen es hauptsächlich darum ging, die öffentliche Infrastruktur instand zu setzen und Gewerbe und Handel zu stützen.

Für alle anderen administrativen oder politischen Aktivitäten und Entscheidungen waren die Militärbehörde in Ebersberg und die von ihr eingesetzten Kommissare zuständig. Deren Anordnungen hatten die Bürgermeister möglichst umgehend auszuführen und ebenso mussten die Bürgermeister regelmäßig und in geringen Abständen genauestens Bericht erstatten.

Die wichtigsten Aufgaben des neuen Rates waren die Unterbringung und Versorgung der rasant wachsenden Glonner Bevölkerung mit Wohnraum, Nahrung und den allernötigsten Gütern des täglichen Bedarfs.
Allerorten herrschte Mangel und die Bevölkerung wuchs rasant durch die unablässig hinzuströmenden Vertriebenen, Flüchtlinge und Ausgebombten.

Auch die Wiederaufnahme eines geregelten Schulbesuches in den arg ramponierten und leer geräumten Schulräumen war eine drängende Aufgabe.

Der Bürgermeister war Ansprechpartner, Sprachrohr und  Vermittler für die Militärregierung und ihre Kommissare, deren Anordnungen das tägliche Leben in allen Facetten regelten.

Mehr zur Situation in Glonn in diesen ersten Monaten nach dem Krieg finden Sie hier:

 

Bilder

Familie Pankraz Mennacher vor dem Friseursalon im Klosterweg, 1943 ©Archiv Glonn/privat

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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