| ca. 2000 vor Chr. | Erste Besiedelung Glonns in der frühen Jungsteinzeit um 2000 v.Chr.
1933 wurden beim Neubau eines Hauses an der Münchener Straße (Eichmeier) Tonscherben, Gebisse, Knochenreste und Kohlereste gefunden. Auch waren Tuffsteine zusammengetragen, was auf eine Kochstelle oder erhöhte Lagerstätte hinweist. Ein Teil der Scherben befindet sich im Heimatmuseum, andere gingen an die Prähistorische Sammlung in München. (Ausgrabung Eduard Ege und Wolfgang Koller) |
| ca.1500 v.Chr. | Dieses Schwertoberteil aus Bronze wurde 1956 in Glonn gefunden.
Das Original liegt in der prähistorischen Staatssammlung München. |
| zwischen 50 und 300 n.Chr. | Funde von römischen Münzen
aus der Zeit von 50 n.Chr - 300 n.Chr. zeugen von Besiedelung und Handel auch während der Römerzeit. |
| 7 Jhd. n.Chr. | Tuffplattengräber aus der Merowingerzeit.
Die Spuren dieser Merowingerzeit werden in Glonn in zwei Reihengräberfeldern aus der Mitte des 7. Jh. und dem Ende des 7. Jh. sichtbar. Typischerweise finden sich diese etwas außerhalb und in erhöhter Lage. Ein erstes Gräberfeld befindet sich oberhalb der sogenannten ‚Winhartsgrotte‘ und somit auf dem Geländeplateau nordwestlich und westlich des Grottenweges. Hier wurden insgesamt 3 Skelette gefunden. Das zweite, wohl bedeutendere Gräberfeld mit bislang 10 aufgefundenen Gräbern, liegt auf dem sogenannten ‚Bäckerberg‘, nordöstlich des ‚Kollerhauses‘ und ebenfalls am höchsten Punkt der Geländeerhebung. Hier markiert möglicherweise die heute noch bestehende kleine Baumgruppe eine ganze Reihe von Tuffplattengräbern und wahrscheinlich auch Erdgräbern, die alle auf die Zeit zwischen 650 und 700 zu datieren sind.
Siehe auch: S.Ametsbichler: Die traditio Ratpoti, in "Glonn, Der Weg in die Moderne", Schriften zur Ortsgeschichte, Bd.2, 2024 |
| 774 | Erste Erwähnung Glonns in der Schenkungsurkunde des Ratpot.
Am 30.März 774 vermacht ein gewisser Ratpot seinen Besitz an Moosach und Glonn der Kirche in Freising. Diese "Traditio Ratpoti" - die "Übertragung des (Besitz des) Ratpots" ist die erste schriftliche Erwähnung Glonns. Siehe auch: S.Ametsbichler: Die traditio Ratpoti, in "Glonn, Der Weg in die Moderne", Schriften zur Ortsgeschichte, Bd.2, 2024 |
| 1235 bis 1350 | Die Grafen von Preysing auf Schloß Zinneberg
Das Geschlecht der Preysing gehört zum altbayerischen Uradel. Ein Andreas von Preysing wird bereits im Jahre 942 aufgeführt. Ihr Stammhaus Alten-Preysing liegt in Kronwinkl bei Landshut. Erst im Jahre 1332 wird in den Klosterurkunden von Ebersberg ein Preysinger zu Zinneberg im Zusammenhang mit einer Schenkung genannt. In dieser Urkunde wird der Ortsname „Zinnenberg“, so war seine Schreibweise, erstmals erwähnt. Die Burg verblieb jedoch nicht allzu lange im Besitz dieses Adelsgeschlechtes. Im Jahre 1350 freit Otto von Pienzenau eine Gräfin von Preysing und wird somit Burgherr auf Zinneberg.
Aus: Hans Huber, Die Adelsgeschlechter auf Schloß Zinneberg, 2008 |
| 1501 oder 1517 | Um 1500 hatte Glonn 16 Anwesen, davon waren nur 2 (Heckmaier und Zehentmaier) ganze Höfe.13 Anwesen standen im Eigentum einer Grundherschaft, nur drei Anwesen waren freies Eigentum. Unter den 13 genannten Anwesen war auch die Tafernwirtschaft (späterer Gasthof zur Post). Quelle HStAM Kuchelholzbuch des Landgerichts Wolfratshausen. Siehe auch Heinrich Huber, Beiträge zur Geschichte Glonns, 1945 |
| 1516-1827 | Die Grafen von Fugger
Frau Anna von Pienzenau heiratete ein Jahr nach dem Tode ihres ersten Mannes, Warmundt von pienzenau den Grafen Konstantin Fugger zu Kirchberg und Weißenhorn, einen Urenkel des Stammvaters
der Augsburger Fuggerfamilie, Hanns Fugger. Mit dieser Verbindung ging Zinneberg in den Besitz der Fugger über und verblieb für die nächsten 230 Jahre auch in deren Händen. Quelle: Hans Huber, Adelsgeschlechter auf Zinneberg, 2002 color = "black" |
| 1350-1596 | Die Grafen von Pienzenau auf Schloß Zinneberg.
Das urbayerische Adelsgeschlecht der Pienzenauer gehört im südbayerischen Raum neben dem derWittelsbacher, der Preysing, der Törring,
der Grafen Hundt und
der Fugger mit zu den bekanntesten und auch wohlhabendsten. Ihr Stammsitz lag einst in
Pienzenova, in der Gemeinde Wattensdorf,
nördlich von Miesbach (heute Kleinpienzenau, Großpienzenau). Ihre Burg lag an einem steilen Abhang ungefähr auf der Höhe, wo Schlierach und Mangfall sich vereinigen.
Quelle: Hans Huber, Adelsgeschlechter auf Zinneberg, 2002
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| 1554 | "Die Taferne von Glonn"
Erwähnung des späteren Gasthauses zur Post als "Taferne von Glonn" im "Feuerstättenbuch" von 1554.
Siehe auch: Hans Obermair: "Glonn und seine Wirte", in "Rund um den Ebersberger Forst" , Bd.3/2000. |
| 1762 | Baubeginn der heutigen Pfarrkirche. Fertigstellung etwa 1778.
Die Einweihung fand allerdings erst 1823 statt. |
| 1813 | Bau des ersten Schulhauses in Glonn.
Schulunterricht durch Lehrer gab es in Glonn sicher schon seit dem 17. Jahrhundert, ob es dafür ein eigenes Schulhaus gab ist nicht bekannt. Das erste Schulhaus, über dessen Bau und Finanzierung wir genau Bescheid wissen, ist das ab 1802 (Einführung der Schulpflicht in Bayern) geplante und 1813 errichtete Schulhaus. Bis 1838 wurden dort 100 und mehr Kinder in 2 Schulzimmer von je 56 qm unterrichtet. siehe auch: Hans Obermair, "Beiträge zur Schulgeschichte Glonns", in H.Obermair, Glonner Geschichte und Geschichten, 1999 |
| 1838 | Bau des zweiten Schulhauses in Glonn
Das neue Schulhaus war ein stattliches Gebäude ganz aus Stein gebaut, zweistöckig und hatte im Obergeschoß 2 geräumige Schulzimmer, im Erdgeschoß befand sich eine Wohnung für den Lehrer mit Familie und den Schulgehilfen (Hilfslehrer) Mit dem zweiten Lehrer konnte jetzt in zwei Abteilungen unterrichtet werden. |
| 1854 | Gründung des katholischen Gesellenvereins
Nach der ersten Gründung 1854 verlieren sich um 1870 die Spuren und 1926 kommt es zu einer Neugründung des katholischen Gesellenvereins. Im September 1933, entschied die Kölner Kolping-Zentrale, die katholischen Gesellenvereine in "Deutsche Kolpingfamilie" umzubenennen. siehe auch: Festschrift und Chronik, Kolpingsfamilie Glonn, 2004 |
| 1862 | "Der Neuwirt" Eröffnung eines zweiten Wirtshauses in Glonn.
Sebastian Schlickenrieder, Christlmüller in Glonn, erhielt 1862 nach jahrelangen Auseinandersetzungen die Konzession für ein weiteres Wirtshaus in Glonn. 1862 eröffnete der "Neuwirt", und beendete damit die "Alleinherrschaft" der Postwirtsfamilie Wagner in Glonn.
Siehe auch: Hans Obermair: "Glonn und seine Wirte", in "Rund um den Ebersberger Forst" , Bd.3/2000. |
| 1867 | Bau des ersten "Feuerhauses", das bis 1900 genutzt wurde.
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| 1871 | 1871 erhielt der Turm der Pfarrkirche anstatt der „welschen Haube“ seine jetziges Spitzdach. |
| 1872 | Gründung der freiwilligen Feuerwehr Glonn
Am 24.5.1972 gründet sich die Freiwillige Feuerwehr, im Laufe des ersten Jahres hat der Verein bereits 94 Mitglieder. 1. Vorstand des Vereins ist der Apotheker Eugen Birzer, der erste Kommandant ist der Wirt und Posthalter Wolfgang Wagner. |
| 1864 | Beginn des Postkutschenverkehrs
von Glonn nach Westerham zur Bahnlinie Holzkirchen-Rosenheim. Nach Bau der Bahnlinie München-Grafing-Rosenheim 1876 fuhr die Postkutsche nach Grafing |
| 1874 | Gründung des Veteranenvereins |
| 1884 | Gründung des Turnvereins
Das Bild zeigt die "Gründerväter" des Turnvereins Glonn. |
| 1887-1899 | Bürgermeister Sebastian Türk (1843-1917)
Sebastian Türk wurde 20. Januar 1843 in Zöschingen im Allgäu geboren. In den Jahren 1866 bis 1871 war er Soldat und liess sich danach in Glonn nieder. 1874 trug er federführend zur Gründung des Veteranenvereins in Glonn bei und wurde zum 2.Vorstand gewählt. Im Jahr 1885 erwarb er das Anwesen 52 1/7 in der heutigen Feldkirchner Straße 4 und baute die ehemalige Branntweinschänke um zu einer Käserei.1886 erwarb er das Bürger- und Heimatrecht in Glonn für 20 Mark.
1887 und 1893 wurde er zum Bürgermeister gewählt und blieb 12 Jahre im Amt bis 1899.
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| 1887 | Gründung des Verschönerungsvereins: heute Kulturverein Markt Glonn e.V. |
| 1894 | Eröffnung der Lokalbahnstrecke Glonn-Grafing.
Die Lokalbahn fuhr auf der 12 km langen Strecke über die Haltestellen Adling-Zinneberg, Moosach und Taglaching nach Grafing. 1970 wurde der Personenverkehr eingestellt und 1971 schließlich auch der Güterverkehr. |
| 1894 | Gründung der "Landwirtschaftlichen Genossenschaft" |
| 1899-1912 | Bürgermeister August Lanzenberger 1863-1912)
August Lanzenberger wurde am 10.11.1863 als Braumeisterssohn in Beyharting geboren.
Er starb am 8.1.1912 mit nur 49 Jahren in Glonn.
August Lanzenberger war Metzger, das Bürgerrecht in Glonn erwarb er am 3.3 1885, um dann am 23.3.1885 Maria Gruber aus Siegertsbrunn zu heiraten und sich in Glonn niederzulassen.
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| 1900 | Bau des Feuerwehrhauses
1900 baute die Gemeinde Glonn das zweite Feuerwehrhaus, das mit nur wenigen baulichen Veränderungen bis 1980 am ursprünglichen Platz in Betrieb war. Bis zum Bau des Rathauses befand sich im Obergeschoß des "Feuerhauses" auch zwei Räume für die Gemeindekanzlei innerhalb der Wohnung des Gemeindesekretärs. |
| 1901 | Markterhebung
Mit Telegramm vom 24.4.1901 wird die Erhebung zum Markt Glonn bekanntgegeben. |
| 1902 | Gründung des Obstbauvereins am 21.12.1902 |
| 1902 | Einweihung des Mädchenschulhauses
Seit den späten 1890 Jahren bemühte sich der Glonner Pfarrer und spätere geistliche Rat Joseph Späth um den Bau einer zweiten Schule in Glonn, die als Mädchenscule von Klosterschwestern geführt werden sollte. 1902 hatten seine Bemühungen Erfolg und die geminde konnte die Einweihung des neuen stattlichen Gebäudes feiern.
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| 1906 | Gründung des katholischen Arbeiterverein KAB |
| 1906 | Gründung des Gesangsvereins am 20.5.1906 unter dem Namen "Glonner Sängerriege", heute: " Chor- und Orchesterverein Glonn e.V." |
| 1907 | Gründung des Gebirgstrachtenerhaltungsverein "Glonnthaler" |
| 1907 | Gründung des Geflügelzuchtvereins |
| 1907 | Glonn erhält ein Telefonortsnetz mit einem öffentlichen Anschluß im Postamt und vier Teilnehmern (Erziehungsanstalt Obermühle, Tierarzt Härlein, Prakt.Arzt Lebsche, Gasthaus Huber in Unterlaus), Aus: Land um den Ebersbeger Forst Bd.7, 2004 |
| 1908 | Straßenbeleuchtung wird von Petroleum auf Strom umgestellt. |
| 1912-1917 | Bürgermeister Johann Kirmair |
| 1914-1918 | Erster Weltkrieg; Glonn hat 64 Gefallene und Vermisste zu beklagen |
| 1920 | Gründung des Spar- und Darlehenskassenverein |
| 1926 | Wiedergründung des katholischen Gesellenvereins. (Erste Gründung 1854 |
| 1926 | Gründung der Molkereigenossenschaft und Bau der Molkerei am Bahnhof |
| 1929 | Gründung des Spiel- und Sportvereins vor allem zur "Pflege des Fussballspieles" |
| 1929 | Bau der ersten Turnhalle.
1928 begann der Turnverein Glonn mit dem Bau einer Turnhalle auf dem Gelände der heutigen Schule. 1969 wurde die Halle im Zuge der Schulhauserweiterung und dem nbeubau einer Sporthalle abgerissen.
Während des zweiten Weltkriegs diente die Turnhalle zur Unterbringung von französischen Kriegsgefangenen, nach dem Krieg waren dort ein Sammelunterkunft für Vertriebene. |
| 1931 | Bau des Rathauses
Am 27.9.1931 wurde das Rathaus der Marktgemeinde Glonn vom damaligen Bürgermeister Ludwig Mayer feierlich eingeweiht. Ein Sitzungssaal, ein eigener Raum für den Bürgermeister, sowie ein Kanzleiraum für die Verwaltungsarbeit und eine Registratur für die Akten wurden geplant, dazu ein Warteraum für die Bürger und Toiletten. Im Obergeschoß befanden sich vier Wohnungen und der gesamte südliche Teil des Gebäudes beherbergte die Hubertus Apotheke mehr... |
| 1931 | Die Gemeinde erhält ein Wappen |
| 1.9.1939 | Beginn des 2.Weltkriegs. Die Gemeinde Glonn verzeichnet 98 Gefallene und 6 Vermisste Bürger. |
| 1.5.1945 | Am 1.Mai 1945 endet in Glonn mit dem Einzug der Amerikaner der 2.Weltkrieg |
| 3.5.1945 - 1946 | Bürgermeister Pankraz Mennacher (von der amerikanischen Militärregierung kommissarisch eingesetzt) |
| 1946-1960 | Bürgermeister Johann Eichmeier |
| 1957 | Bau eines neuen Schulhauses an der heutigen Stelle. Das alte Schulhaus wird nach 120 Jahren Schulbetrieb abgerissen. |
| 1971 | Erster Erweiterungbau der Schule mit Neubau von Schwimmhalle und Turnhalle |
| 1960-1972 | Bürgermeister Anton Decker |
| 1968 | Erster Maibaum seit 100 Jahren |
| 1970 | Gründung des WSV Glonn |
| 1970 | Erneuerung und Verbreiterung der Ortsdurchfahrt |
| 1972-1978 | Bürgermeister Michael Singer |
| 1974 | 1200 Jahr Feier |
| 1978 | Zweiter Erweiterungsbau der Schule mit Neuanlage des Schulsportplatzes |
| 1978-1996 | Bürgermeister Martin Sigl |
| 1978 | Gründung der Verwaltungsgemeinschaft Glonn. Im Zuge der Gemeindegebietsreform schließen sich die vorher eigenständigen Gemeinden Moosach, Egmating, Oberpframmern, Bruck, Baiern und Glonn zur Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit Glonn als Verwaltungssitz. Siehe auch: Glonn - "Der Weg in die Moderne", Hrsg.: Archiv Glonn: Schriften zur Ortsgeschichte, 2024 |
| 1992 | Erstes Glonner Dorffest |
| 1996 | Gründung des Förderverein für Kinder, Jugendliche und
Familien in der Gemeinde Glonn e.V., "KiJuFa" |
| 1996-2014 | Bürgermeister Martin Esterl |
| 2002 | "Jahrhunderthochwasser" |
| 2014 | Bürgermeister Josef Oswald |
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